Baugebiet "Pfarrhäusl": Neue Einwände aus Landratsamt
Viele Hände verderben den Plan

Lokales
Leuchtenberg
21.04.2015
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Der Marktrat sollte in der Sitzung am Montag eigentlich eine Satzung für den Bebauungsplan "Pfarrhäusl" beschließen. Bürgermeister Anton Kappl musste den Punkt von der Tagesordnung nehmen. Die unendliche Geschichte geht weiter.

"Irgendwann sollte doch mal Schluss sein. Die Sache ist sehr unglücklich für uns und ich verstehe das nicht", war Kappl sichtlich verärgert. Hintergrund ist, dass im Landratsamt in Neustadt die Sachbearbeiter für den Bebauungsplan zum dritten Mal gewechselt hatten und jeder dazu wieder Anregungen und Einlassungen gegen oder für das Vorhaben einbringt. Im Februar waren sämtliche Ansatzpunkte der Behörde eingearbeitet. Geschäftsleiter Josef Glas und Architekt Josef Schönberger waren sich einig, die Hausaufgaben gemacht zu haben der Bebauungsplan reif für den Satzungsbeschluss wäre.

Nun kehrte der eigentliche Sachbearbeiter aus längerem Krankenstand zurück. Obwohl der Bebauungsplan bereits durch zwei Hände gegangen war und die Kommune Einwände und Anregungen aufgenommen hatte, kamen nun vom dritten Mann vergangenen Mittwoch weitere Einwendungen. Diese gilt es nun wieder einzuarbeiten, das Werk 14 Tage öffentlich auszulegen und erneut zu beschließen.

"Würden wir das nicht machen und mit derzeitiger Aktenlage Beschluss fassen, so könnten hinterher Bauwebern unnötige Probleme bei der Baugenehmigung entstehen. Es vergehen also wieder bis zu drei Wochen", ärgerte sich der Rathauschef. Er hofft, dass Mitte Mai nun endlich einmal alles klar ist. Dann wird er extra eine Sondersitzung ansetzen, um keine Zeit mehr zu verlieren. Die Erschließung ist schon ans Büro Zwick-Ingenieure in Weiden vergeben. Um eine Baugrunduntersuchung kümmert sich ein Ingenieurbüro in Postbauer-Heng für 2634 Euro.

Außerdem legte Kappl den Jahresbetriebsnachweis 2014 für den Gemeindewald vor. Demnach wurde per Holzeinschlag ein Ertrag von 6927 Euro erzielt. Für Pflegemaßnahmen und Neuanpflanzungen waren 4618 Euro fällig. Der Reinertrag liegt bei 2309 Euro. Das Gremium stimmte dem "Qualitätsbonus plus" im Kindergarten zu. Daraus ergibt sich auch eine höhere Förderung des Freistaats.

Weiter beschlossen die Räte die Mitgliedschaft im Maschinen- und Betriebshilfering Neustadt für einen jährlichen Beitrag von 55 Euro. Keine Einwände gab es gegen den Antrag von Hermann Strigl aus Steinach auf Verlängerung der Genehmigung um weitere zwei Jahre für den Umbau der Rinderstallung mit Neubau einer Güllegrube sowie Teilabriss des Stallgebäudes. Horst und Jasmin Eckert dürfen das Dachgeschoss ihres Hauses um- sowie Dachgaube und Balkon anbauen.
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