Bautafeln bereits bestellt

Lokales
Leuchtenberg
12.06.2015
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Bürgermeister Anton Kappl gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass die Bodengutachten für das Baugebiet "Pfarrhäusl" nur positive Ergebnisse erbrachten. Einer Bebauung stehe damit nichts mehr im Weg.

Deshalb habe er gleich die Bautafeln in Auftrag gegeben. Auch der Internetvertrag mit der Telekom ist unterzeichnet. Das bedeute, dass der Breitbandausbau bis Mai 2016 abgeschlossen sein müsse. Noch nicht fertig ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung für die geplante Photovoltaikanlage. Dafür müssen mit verschiedenen Grundstückseigentümern noch Verhandlungen geführt werden. Kappl lud zur Bauausschusssitzung am Mittwoch, 17. Juni um 18 Uhr ein.

Reine Formsache

Reine Formsache war die Bestellung von Karl Bauer als stellvertretendes Verwaltungsratsmitglied des Kommunalunternehmens. Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen den Antrag von Barbara und Josef Baier aus Wittschau zum Neubau eines Milchviehstalls und einer Güllegrube. Auch die Erschließung des Baugebiets "Pfarrhäusl" mit Glasfaserkabel für das Internet fand die Zustimmung des Gemeinderats. Die Finanzierung trägt die Telekom.

Betriebsgutachten für Wald

Für den Gemeindewald ist die Erstellung eines Betriebsgutachtens erforderlich. Mit den Arbeiten wurde Markus Fritsch aus Waldkirch für 3200 Euro beauftragt. Der Freistaat steuert 50 Prozent Zuschuss bei. Einstimmig beschlossen die Räte auch den Beitritt der Gemeinde Krummennaab als Gesellschafterin der Zukunftsenergie Nordoberpfalz (ZENO).

Mit einem weiteren Antrag sollen Kleinpoppenhof, Steinach, Unternankau, Kleßberg und die Einöden in das Breitbandförderprogramm 2014 bis 2018 aufgenommen. Damit wäre dann die gesamte Gemeinde optimal erschlossen. Den Planungsauftrag für 4250 Euro erhielt die Breitband GmbH in Neumarkt.

Einverstanden waren alle Gemeinderäte mit dem Kauf eines Rasenmähers für 10 000 Euro. Den Hänger dazu lieferte die Firma Liegl aus Leuchtenberg. Die Firma räumt der Gemeinde ein einjähriges Rückgaberecht mit Erstattung des vollen Kaufpreises ein. Der Markt hat vor langer Zeit jährlich 80 000 Kubikmeter Trinkwasser bei der Steinwaldgruppe bestellt. Dieses Kontingent schöpft Leuchtenberg nicht aus. Im Falle einer Minderabnahme müssen aber nur 60 000 Kubikmeter bezahlt werden. Die Steinwaldgruppe erstellt eine Bedarfsanalyse für das Jahr 2025 und verlangte Auskunft über die künftigen Abnahmepläne.

Die Gemeinderäte einigten sich darauf, es zunächst für weitere zehn Jahre bei den 80 000 Kubikmetern zu belassen. Allerdings fallen der Gemeinde durch diese Überversorgung jährlich etwa 5000 Euro an zusätzlichen Kosten an. "Wir dürfen aber nicht zurückgehen, denn sonst verlieren wir an Versorgungssicherheit", war der einhellige Tenor. Gerade im Hinblick auf die neuen Gewerbe- und Baugebiete müsse an die Wasserversorgung gedacht werden.

Ideen gefragt

Der Bürgermeister informierte außerdem über Fördermöglichkeiten im neuen Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Bayern bis 2020. Hauptsächlich gehe es dabei um Verschönerungsmaßnahmen in Orten unter 2000 Einwohnern. "Da sind gute Ideen gefragt", meinte Kappl. Gerlinde Janker empfahl, in den Maßnahmenkatalog den Erwerb eines alten Anwesens zur Vergrößerung und Verschönerung des Dorfplatzes aufzunehmen.

Öffentlicher Weg

Keine Einwände gab es gegen die Angrenzung des FFH-Gebiets im Pfreimdtal. Im Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der B 22 war die Auflassung eines öffentlichen Feldwegs vorgesehen. 156 Meter wurden per Satzung aus dem Wegeplan genommen. Der Verwaltungsgerichtshof in München hat den Bebauungsplan für ungültig erklärt. Deshalb muss die Auflassung des Wegs rückgängig gemacht werden, sagte der Rathauschef. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die erforderliche Änderungssatzung sowie die erneute Widmung des Straßenstücks zum öffentlichen Feld- und Waldweg.

Abschließend beanstandeten einige Gremiumsmitglieder, dass das Kriegerdenkmal zur Fütterungsstätte für Katzen hergenommen wird. Außerdem soll bei einem Anwesen in Döllnitz die Gefahr bestehen, dass Dachziegel auf Passanten herabfallen. "Da sehe man keine Aufsichtsbehörde", erzürnten sich die Räte.
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