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Lokales
Leuchtenberg
07.05.2015
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In der Gemeinderatssitzung stand zum wiederholten Mal der Bebauungsplan "Pfarrhäusl" auf der Tagesordnung. Nun ging es um die Behandlung der Anregungen und Einwendungen des Landratsamts Neustadt.

"Das sind die letzten, die gekommen sind. Diese behandeln wir noch, dann ist der Bebauungsplan satzungsreif und wir machen am nächsten Montag den Satzungsbeschluss", sagte Bürgermeister Anton Kappl.

"Wir müssen einige Punkte nochmals abwägen", stellte Architekt Josef Schönberger fest. Da ging es zum einen um banale Dinge, wie und wo die Mülltonnen bereitzustellen sind. Zum anderen drehte es sich um konkretere Anregungen wie die Dachformen, oder ob die Gemeinde die Festlegung auf Sattel- Pult- und Zeltdach beibehalten will.

Zwei Vollgeschosse

"Wir wollen unser qualifiziertes Grundkonzept nicht aufgeben", sagte Schönberger. Das sah auch das Gremium so. Natürlich sei auch eine andere Dachform dann möglich, aber nicht im Freistellungs-, sondern im Genehmigungsverfahren. Weiter ging es um die Stellplätze und Garagen sowie um die Bauform und Kniestockhöhe. Hier behielt das Gremium auch die bisherige Meinung bei, dass maximal zwei Vollgeschosse zulässig sind.

Etwas Kopfzerbrechen bereitete der Text zur Regelung des Baumbestands an den Rändern des Baugebiets. Einige Parzellen liegen innerhalb der Baumfällgrenze. Hier müssten Gefährdungen ausgeschlossen werden. "Wir sind gehalten, im Baugebiet zur Grünordnung Bäume zu pflanzen. Die wachsen in einigen Jahren auch und stellen dann eine Gefährdung dar", merkte der Architekt an.

Am südlichen Rand seien es Bäume privater Waldbesitzer, mit denen werde man wohl reden können. Am nördlichen Rand aber seien es Bäume, die unter Naturschutz stehen. Da brauche man über ein Entfernen gar nicht nachdenken.

Das Gremium nahm in den Bebauungsplan auf, dass der Markt einmal im Jahr die Bäume an den Grenzen des Baugebiets durch einen Fachfirma auf Schäden begutachten lässt. Es bestehe auch eine gewisse Verkehrssicherungspflicht durch die Grundstückseigner, weil dazwischen ein öffentlicher Weg liegt.

Neubau einer Lagerhalle

Zudem wird im Textteil ein Haftungsausschluss sowohl für die Gemeinde als auch für die Anlieger eingearbeitet. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Marktrat schließlich noch dem Antrag von Martin Reil aus Wieselrieth. Er darf eine neue Lagerhalle bauen.
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