Der Kartenvorverkauf für die Saison 2004 hat begonnen: Burgfestspiele Leuchtenberg bieten ab ...
Schmunzeln, Lachen, Träumen unter freiem Himmel

Auch dieses Jahr wieder im Programm: "Linie 1", das Erfolgsmusical der Saison 2003. (Bild: Stadtbühne)
Lokales
Leuchtenberg
31.03.2004
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Auch dieses Jahr wieder im Programm: "Linie 1", das Erfolgsmusical der Saison 2003. (Bild: Stadtbühne)

Zwei Volksstücke in Mundart, eine klassische Shakespeare-Komödie, ein räuberisches Kinderstück, und der Musicalerfolg im Berliner U-Bahn-Milieu "Linie 1" - alles unter freiem Sommerhimmel an zwei Spielorten. Das bietet die Stadtbühne Vohenstrauß in ihrer 23. Saison vom 22. Mai bis 22. August unter Leitung ihres neuen Intendanten Matthias Winter den erwarteten 30.000 Besuchern an.

Neben der Hauptbühne im Hof der größten Burgruine der Oberpfalz, der Burg Leuchtenberg wird heuer als neuer Spielort, wegen der fortschreitenden Gebäudesanierung von Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß, dessen idyllischer Schlossgarten erobert.

Die Zuschauertribüne wird überdacht sein. Präsentiert werden die Burgfestspiele Leuchtenberg wieder vom Medienhaus "Der neue Tag"/Amberger Zeitung.

Die Eröffnungspremiere der Burgfestspiele am 22. Mai (20.30 Uhr) wird von einer klassischen Komödie vom englischen Dramatiker William Shakespeare, dem Fünfakter "Much Ado about Nothing" -

"Viel Lärm um nichts"

bestimmt. Das ewig junge Stück aus dem Jahr 1599 wird von Berthold Kellner in der Moderne inszeniert und fasziniert durch seine amourösen Verwicklungen.

Hauptfiguren sind Prinz Pedro von Arragon (Reinhold Stahl) und seine Begleiter (Frank Stüdemann und Markus Süß) die aus einem Krieg siegreich übermütig zurückkehren und den Gouverneur von Messina (Georg Hammerl) besuchen. Vor der Kulisse mondäner Feste wird unter Dreingabe raffinierter Frauenzimmer ( Andrea Prem und Martina Bauer) spioniert, getratscht und fleißig an Intrigen gesponnen. Für die modernen Gewänder der feinsinnigen und menschlich zeitlosen Komödie ist Evi Schwab verantwortlich.

Ebenfalls auf der Burgbühne ist ab dem 4. Juni (20.30 Uhr) die heitere Sommergeschichte

"Altaich"

, nach einer Erzählung von Ludwig Thoma, bearbeitet und inszeniert von Christian Höllerer zu sehen. Der verschlafene Ort Altaich wird durch seine Bahnanbindung plötzlich aus seinem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erweckt. Da gründet Gemischtwarenhändler Karl Natterer (Peter Hösl) einen Fremdenverkehrsverein der viel versprechende Werbung für den "Höhenluftkurort" und das "Schmuckkästen im Voralpenland" macht - Details, die mit der Realität nicht ganz übereinstimmen. Besonders Hausknecht Martl (Reinhold Escherl) wird durch die anreisenden Sommerfrischler jäh aus seiner beschaulichen Ruhe gerissen und möchte den Urlaubern die "schönste Zeit des Jahres"gehörig versalzen, doch seine Rechnung geht nicht auf.

"Kinder spielen für Kinder" heißt es theaterpädagogisch wertvoll auch heuer auf der Burg Leuchtenberg, wenn Otfried Preußlers unsterblicher

"Räuber Hotzenplotz"

(verkörpert durch Martin Wodniock und Markus Süß) sein unterhaltsames Unwesen treibt: der "Mann mit den sieben Messern" feiert am 12. Juni (15 Uhr) auf der Burg nach fünfzehnjähriger Abwesenheit wieder Premiere. Das "Drama" um die geraubte singende Kaffeemühle der Großmutter wird unter Regie von Gabi Pausch und Susanne Stangl in Doppelbesetzung und mit Musik von Thomas Wildenauer sowie einem Bühnenbild von Klaus Blobner umgesetzt. Da Wachtmeister Dimpflmoser nichts unternimmt, sind Kasperl ( Lena Stahl/Annika Karg) und Seppel (Julia von Wittgenstein und Max-Ferdinand Kreuzer) gefordert und haben etliche Abenteuer zu bestehen, bevor bei Großmutter wieder Kaffee getrunken werden kann. Als Neuerung wird das Kinderstück diese Saison sonntags nur noch einmal und samstags um 15 und 17 Uhr gespielt.

Für ältere Theaterfreunde der zweitgrößten Bühne der Oberpfalz (nach dem Stadttheater Regensburg) werden heuer gleich zwei Volksstücke in Mundart angeboten: Viel Musik und viel zu lachen gibt es im Garten der Friedrichsburg Vohenstrauß ab dem 25. Juni (20.30 Uhr) bei dem Dreiakter

"Der Hunderter im Westentaschl"

, einem ländlichen Schwank von Max Neal und Max Ferner. Regisseur Berthold Kellner inszeniert die Geschehnisse in der ärmlichen Schneiderei des Sebastian Gaißreiter (Eberhard Stöckl) und seines Lehrbubs Girgl (Martin Hauer). Der Schneider ist in arger Not, weil er dem Großbauern Gössenberger (Hermann Zeitler) einhundert Mark schuldet. Eines Tages gibt dieser seine Weste zum Flicken ab - da findet sich der Tasche ein Hunderter! Der daraus resultierende Gewissenskonflikt und die Schlitzohrigkeit des Lehrlings sorgen für einen amüsanten Verlauf mit Happy End.

Als Musicalinszenierung ist ab dem 10. August (20 Uhr) an elf Abenden als Wiederaufnahme der Letztjahreserfolg

"Linie 1"

(von Volker Ludwig und Birger Heymann) zu sehen. Das letzte Stück, bei dem der im Sommer 2003 verstorbene Intendant Josef Pausch Regie führte, wird von Matthias Winter szenisch neu eingerichtet. Die Hauptrolle des Provinzmädchens, dass im U-Bahn-Großstadtdschungel Berlins mit verrückten Typen einige Abenteuer erlebt und dabei erwachsen wird gibt Katharina Trottmann, die letztes Jahr restlos überzeugte. Als Junge ist Markus Süß, als Maria die stimmgewaltige Susanne Stangl, und als zwielichtiger "Bambi" Markus Engelstädter zu sehen. Die Musicalband leitet Thomas Wildenauer.


Der Kartenvorverkauf der Stadtbühne läuft seit Montag, 29. März, im Festivalbüro, Telefon 09659-93100.

Informationen über den Kartenstand sind im Internet unter www.stadtbuehne.de aufzurufen, per E-Mail können ebenfalls Reservierungen vorgenommen werden.

Die Kartenpreise für die Theaterstücke betragen 11,50 Euro, für das Kinderstück 5,50 Euro und für das Musical 13 Euro. Auch Kartengutscheine zum Verschenken sind erhältlich.
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