Familie steht an erster Stelle

Lokales
Leuchtenberg
08.08.2015
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Silber und Gold haben Johann und Edeltraud Pausch schon hinter sich. Nun ist auch noch ein Diamant dazugekommen.

60 Jahre, diamantene Hochzeit, feierten die beiden Leuchtenberger am Donnerstag. Am 6. August 1955 hatten sie sich in St. Felix das Jawort gegeben. Zum Tanzboden im Weidener Postkeller war Pausch mit dem Rad gefahren. Dort traf er seine spätere Braut, die in Altenstadt/WN wohnte. "Man war ja nicht so mobil wie heute und darum verlief sich das alles wieder ein wenig", erinnern sie sich.

Keine Tauben mehr

Nach einem halben Jahr trafen sie sich wieder in der Almhütte in Weiden - das war die Initialzündung. Auf dem Grundstück des elterlichen Anwesens von Pausch baute das Paar später das Haus, in dem sie heute noch leben. Sie haben zwei Söhne, vier Enkel und eine kleine Urenkelin. Die Familie steht für das Jubelpaar an oberster Stelle. Über Jahrzehnte widmeten sie sich auch dem Brieftaubensport. Johann Pausch gründete 1973 den Verein "Bergbote" und von Anfang an war seine Ehefrau Edeltraud mit im Vorstand. Nun hat er keine Tauben mehr, "die letzte hat der Habicht geholt", sagt Pausch gar nicht wehmütig. Trotzdem ist er nach 42 Jahren immer noch Chef des Brieftaubenvereins.

Große Überraschungen

Zwei große Überraschungen gab es am Hochzeitstag für die beiden. Zunächst überreichte Pausch seiner Frau exakt den gleichen Brautstrauß wie vor 60 Jahren, weiße Nelken und Grün. Außerdem hatten die Kinder am Abend einen Gottesdienst in St. Felix organisiert.

Auch Bürgermeister Anton Kappl wünschte im Namen der Marktgemeinde alles Gute. "So etwas ist ganz und gar nicht alltäglich", stellte der Gemeindechef heraus. Nun müssen ihn die Leuchtenberger ein zweites Mal wählen, damit er den beiden zur eisernen Hochzeit gratulieren kann, meinte er.
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