Förderverein Burg Leuchtenberg hat erstmals Beisitzer - Auch Anwohnerstreit Thema
"Traurige Situation"

Bürgermeister Anton Kappl (rechts) wünschte der erweiterten Führungsriege mit Beisitzer Josef Schieder, Vorsitzender Rita Lingl sowie den Beisitzern Reinhold Kastner, Hermann Gebhardt und Florian Mayer (von links) erfolgreiche Arbeit. Bild: sl
Lokales
Leuchtenberg
18.09.2015
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Beim Förderverein Burg Leuchtenberg standen wegen einer Satzungsänderung in einer zweiten Jahreshauptversammlung Nachwahlen an. Bisher hatte der Verein keine Beisitzer, nun wählten die Teilnehmer Josef Schieder und Hermann Gebhardt (Leuchtenberg), Florian Mayer (Kleinschwand), Melanie Enthofer (Hohentreswitz) und Reinhold Kastner (Irchenrieth).

Der Förderverein hat 80 Mitglieder, davon sogar welche in den USA. "Ziel ist es, die Burganlage zu schützen, zu erhalten und den Bestand zu fördern, damit sich auch die künftige Generation an der wohl imposantesten Burganlage der Oberpfalz erfreuen kann", sagte Vorsitzende und Burgwartin Rita Lingl bei der Vorstellung der neuen Satzung, die ohne Gegenstimme angenommen wurde. Eigentümer der Burg ist der Freistaat und Mieter die Marktgemeinde.

Lingl stellte heraus, dass für die geschichtsträchtigen Informationen und Einblicke für die Besucher keine Gelder zur Verfügung stehen "und dafür ist es wichtig, dass es den Förderverein gibt, der dies hier übernimmt". Unter anderem haben die Helfer Wildwuchs und Unrat entfernt, die Anlage gereinigt, Sitzbänke erneuert, Stellwände für die Dauerausstellung beschafft und einen Kräutergarten angelegt.

Bis jetzt haben die Verantwortlichen 7000 Euro dafür investiert und auch einen Führer in Deutsch, Englisch und Tschechisch aufgelegt. "Die letzte Zeit hat sich der Verein etwas zurückgenommen. Grund dafür ist die doch etwas traurige Situation wegen der Burg und den Anwohnern", meinte die Sprecherin. Lingl bedauerte, dass auf unberechtigte Anwaltsschreiben und Androhungen von Klage verwiesen werde. Sie hoffe auf Unterstützung der Kommune.

Bürgermeister Anton Kappl, selbst Mitglied beim Verein, sagte: "Klare Worte wurden schon gesprochen, und ich möchte noch mehr Besucher ohne Lärm anlocken. Man kann noch mehr aus der Burg machen. Die Besucher sollen begeistert sein. Die Anwohner müssen unterschieden werden in solche, die sich belästigt füllen und solche, die das nicht stört. Wenn jeder von seiner Meinung wegrückt kann es gelingen, dass wir alle zusammenbringen."
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