Immer weniger Schulden

Lokales
Leuchtenberg
27.04.2015
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In seiner ersten Bürgerversammlung setzte Bürgermeister Anton Kappl zwei Schwerpunkte: das Baugebiet "Pfarrhäusl" und das Gewerbegebiet in Wieselrieth. Zudem hatte er gute Nachrichten bei der Pro-Kopf-Verschuldung.

Gut 40 Bürger waren ins Pfarrheim gekommen. Kappl ging auf das Baugebiet "Pfarrhäusl" mit 16 Bauplätzen ein: Die Erschließung soll noch dieses Jahr erfolgen. Weiter gelte es für das Gewerbegebiet "Wieselrieth" die Fäden neu zu spinnen, da das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs das Areal wieder in Äcker- und Wiesen zurückverwandelt habe.

Förderung läuft aus

"Wir müssen hier schnell Baurecht schaffen, um so interessant für Betriebe zu sein", erklärte der Rathauschef. Schließlich sei man nur noch bis 2020 in der Grenzlandförderung. In den nächsten Jahren müsste verstärkt die Infrastruktur und der Zustand der Straßen verbessert werden.

"Wohl oder übel" werde der Markt in Lückenrieth die alte Wasserrohrleitung auswechseln müssen. Bei der Einwohnerentwicklung ist ein Rückgang von 1251 auf 1231 Bürger zu verzeichnen. Momentan seien in Leuchtenberg elf Asylbewerber untergebracht, zwei Erwachsene und neun Kinder. Die Verbindlichkeiten lagen Ende 2014 bei 188 611 Euro. Was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 157 Euro bedeute und dieses Jahr laut Rathauschef "auf die Null zulaufen dürfte".

Die Gemeinde habe 166 915 Euro Gewerbesteuer und 457 494 Euro Anteil an der Einkommensteuer sowie 106 500 Euro Kfz-Steuer-Anteil erhalten. Vom Land habe sie 402 168 Euro Schlüsselzuweisung erhalten und musste 404 600 Euro Umlage an den Landkreis abgeben.

Zum auf 50 Plätze ausgelegten Kindergarten merkte Kappl an, dass 11 Kinder bis drei Jahre, 22 Kinder von drei bis sechs Jahre und 8 Kinder in der Schulkinderbetreuung untergebracht sind. Die Grundschule besuchen in der 1./2. Kombiklasse 17 Kinder und in der 3./4. Kombiklasse 16 Kinder. Bei 70 Kilometer Gemeindestraßen sei der Aufwand enorm. Die Kläranlage in Michldorf liefe störungsfrei und habe vergangenes Jahr 88 331 Kubikmeter Abwasser verarbeitet und dabei einen Reinigungsgrad von 99 Prozent erreicht.

"Wo drückt der Schuh?", fragte Kappl in die Runde. Anträge in schriftlicher Form waren nicht eingegangen. Es gab lediglich einige Nachfragen. So wollte Klaus Beierl wissen, wie viele "echte Interessenten" es schon für das Baugebiet "Pfarrhäusl" gibt. Drei würden sofort zum Bauen anfangen, sagte der Bürgermeister. Josef Winter fragte, ob man mit der Diözese nicht auch bezüglich Flächentausch für das Baugebiet reden könne. "Da bin ich gerade dabei", erklärte der Rathauschef.

Bernhard Frischholz aus Lückenrieth sprach den Ausbau des Feld- und Waldweges an, der zugesichert wurde. Dies ist laut Bürgermeister nach einer rechtlichen Klärung nun auch machbar. Weiter wollte Frischholz wissen, wie es denn mit dem Baugebiet "Ringelbrunnen II" aussieht. "Der Bebauungsplan steht, aber das Gebiet ist in privater Hand, so kann es die Gemeinde auch nicht erschließen und die Eigner tun dies wohl auch nicht", entgegnete Kappl.

Baugebiet nicht verzögern

Rita Lingl führte an, wie es denn mit der Kläranlage in Kleinpoppenhof aussieht, nachdem Ende des Jahres die abwasserrechtliche Genehmigung ausläuft. Hierzu müsse die Gesamtsituation geklärt werden, antwortete Kappl. Altbürgermeisterin Waltraud Benner-Post erläuterte, dass der Flächennutzungsplan für mögliche Photovoltaikanlagen entlang der Autobahn auf Kosten der "Wirsol" erstellt wurde, die jedoch dann in Insolvenz ging. Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Josef Glas, stellte fest, dass bezüglich Baugebiet "Pfarrfhäusl" niemand am Landratsamt Interesse daran habe, das Vorhaben zu verzögern.
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