Jagdgenossenschaft Leuchtenberg erfüllt Abschussplan
Schwarzkittel im Visier

Lokales
Leuchtenberg
26.03.2015
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Die Unkosten für die Musik zu Allerheiligen zu übernehmen, ist für die Jagdgenossenschaft Leuchtenberg seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Das vergangene Jagdjahr bezeichnete Jagdvorstand Karl Humbs als "normal". Es gab keine Beschwerden vonseiten der Jagdgenossen und keine größeren Wildschäden.

Als großes Problem sieht er, wie auch der Jagdpächter Helmut Paulin und dessen Mitjäger, die freilaufenden Hunde. Die Hundebesitzer, meist von auswärts, sollten bei ihren Spaziergängen die Tiere an die Leine nehmen. Schäden verursachen auch die Mountainbiker, Cross- und Quadfahrer, die teils die Wege verlassen und dabei das Wild unnötig aufschrecken.

Durch diese unnatürliche Unruhe des Wilds steigt auch der Verbiss. Das Wildschweinproblem könne nur gelöst werden, wenn die Jägerschaft Tag und Nacht unterwegs sei. Was aber fast nicht möglich sei, so Humbs. Er bat die Landwirte wegen der Wildschweine, den Mais nicht bis zur Waldgrenze anzubauen. Zudem regte er an, dass vor dem ersten Mähen der Wiesen, der Jagdpächter wegen der Rehkitze verständigt werde.

"Der Abschussplan wurde erfüllt", sagte Paulin mit seinen Mitjägern Florian Ermer, Josef Lukas, Dr. Gerhard Schwertsik und Christian Paulin. Es wurden drei Wildschweine, sieben Füchse, drei Dachse, zwei Graureiher, ein Mauswiesel und sechs Stockenten erlegt, informierte Paulin.

Spende für Pausenhof

Trotz der 250-Euro-Spende an die Schule für den Pausenhof gab es ein Plus in der Kasse, berichtete Kassier Hans Beer. Die Revisoren Josef Lukas und Gerhard Pausch bestätigten korrekte Kassenführung. Der Jagdpachtschilling wird binnen der nächsten sechs Monate überwiesen. Bei der Abstimmung, ob das Geld in der Kasse bleibt oder ausgezahlt wird, stimmten 26 Jagdgenossen für Auszahlung und nur drei für den Verbleib in der Jagdkasse.

Bürgermeister Anton Kappl lobte die Zusammenarbeit zwischen Jagdpächter, Jägern und Jagdgenossen. Er dankte für die Unterstützung sozialer Einrichtungen in der Marktgemeinde. Er bat bei Fehlverhalten im Jagdrevier, die Jägerschaft zu verständigen oder die betreffenden Leute zur Rede zu stellen.
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