"König Laurin" nimmt Burg ein

Bürgermeister Anton Kappl (rechts) besprach mit Regisseur Matthias Lang dessen Projekt "König Laurin". Der Student dreht auf Burg Leuchtenberg seinen Abschlussfilm. Bild: fjo
Lokales
Leuchtenberg
17.06.2015
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In gleichmäßiges, diffuses Licht taucht der Rittersaal. Riesige Kameras auf Stativen, durchgehende Bodenschienen und allerlei Technik ergeben ein wirr anmutendes Durcheinander.

Die Dürnitz bot für Matthias Lang ideale Voraussetzungen. Mit einem riesigen technischen Aufwand drehte der aus Eppan in Südtirol Stammende in der Oberpfalz Teile seines Abschlussfilms für die Film-Hochschule München. "König Laurin" werde ein Abend füllender Streifen mit einer Länge von 90 Minuten, verriet er.

Heer von Barbaren

Mit Rufus Beck und Dietmar Huhn als Schauspieler entstanden sämtlichen Szenen im filmischen Thronsaal, vor allem jene, wenn beide aus dem Fenster sehen und ein Heer von Barbaren ausmachen. "Dann müssen sie hier natürlich zur Verteidigung greifen", erklärt der angehende Filmemacher.

Eine Katapult-Szene sei bereits im Kasten und in seiner Heimat entstanden: "Man schaut dann hier aus dem Fenster und sieht Südtirol." In den nächsten Tagen folgen noch Drehs in der Teufelshöhle bei Pottenstein. Finanzielle Unterstützung erhält der Newcomer von verschiedenen Fernsehanstalten sowie vom bayerischen Filmfonds.

Die fast 20 Personen starke Filmcrew drehte in Leuchtenberg an zwei Tagen. Das Projekt kommt im Frühjahr in Deutschland und Österreich in die Kinos - später auch ins Fernsehen. Langs Film basiere auf der Sage von "König Laurin", die im Tiroler Raum weit verbreitet und bekannt ist. Darin geht es um einen Zwerg, der in den Bergen einen magischen Garten besitzt. Davon inspiriert, soll ein Abenteuerfilm entstehen, zu dem der Student das komplette Drehbuch selbst verfasst hat. "Wir versuchen, sowohl Kinder als auch Erwachsene damit anzusprechen."

Ein Ritterturnier und Pferde sind Bestandteil des Film, Feuer und Fackeln ebenso. Deshalb scherzte der angehende 28-jährige Film-Regisseur: "Abends riecht man immer wie ein Grillhendl."

Turnierplatz voll besetzt

In Leuchtenberg blieb die Aktion nicht unentdeckt. Der Turnierplatz war voll mit Fahrzeugen. Bürgermeister Anton Kappl hatte das Ganze eingefädelt und machte sich immer wieder ein Bild vom ungewöhnlichen Geschehen auf Burgruine.
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