Neujahrsempfang stimmt optimistisch
Leuchtenberg blickt nach vorn

Bürgermeister Anton Kappl verzichtete auf ein Resümee. Beim Neujahrsempfang vor gut 100 Gästen zählte er stattdessen die wichtigsten Zukunftsprojekte auf. Bild: fz
Lokales
Leuchtenberg
25.01.2015
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"Hoffnungsvoll in die Zukunft blicken", dazu forderte Pfarrer Moses Gudapati beim Neujahrsempfang die Leuchtenberger auf. Diesem Wunsch kam Bürgermeister Anton Kappl nach.

Der Rathauschef verzichtete darauf, längst Vergangenes aufzuwärmen und sprach stattdessen Zukunftsthemen an. Gut 100 Besucher füllten am Sonntag nach dem Gottesdienst das Pfarrheim. Vertreter von Ämtern, Behörden und Organisationen, der Stadtbühne und des Landestheaters, Gewerbetreibende, Vereinsabordnungen, der Gemeinderat, der ehemalige Bürgermeister Hermann Lindner und Altbürgermeisterin Waltraud Benner-Post, der Bundestagsabgeordnete Florian Post, die Bürgermeister des Altlandkreises Vohenstrauß, Floß und Pirk sowie Landrat Andreas Meier mit seiner Frau Jutta mischten sich unter die Gäste.

Schnelles Internet

Bürgermeister Kappl war angesichts solcher Wertschätzung stolz. Er verzichtete darauf, offene Rechnungen zu begleichen. Schließlich seien die Themen, die für Leuchtenberg brennend sind, nicht nur auf seinem Mist gewachsen. Die vor seiner Wahl in den Mittelpunkt gestellten Großprojekte liefen gut, heuer gebe es erste Vollzugsmeldungen.

Als erstes zum Baugebiet "Am Pfarrhäusl". Der Bebauungsplan werde die nächsten Tage rechtskräftig, dann gehe es an die Erschließung der 17 Parzellen mit dem Slogan "Leben in der Natur - mit der Natur". Weiterer Schwerpunkt sei das Gewerbegebiet in Wieselrieth am Schnittpunkt Autobahn/Bundesstraße. Beteiligte seien an einen Tisch geholt, ein tragfähiges Konzept als Grundlage für die Planung mit den Behörden entwickelt worden.

"Eines ist klar: Das Gewerbegebiet mit neuen Unternehmen ist für unsere Gemeinde von existenzieller Bedeutung", sagte Kappl. Ein weiterer Schritt in die Zukunft ist für den Rathauschef das schnelle Internet, mit der Betonung auf schnell. Man sei mitten in der Ausschreibungsphase, um die Gemeinde flächendeckend zu versorgen, betonte der Redner.

Zur Burg merkte der Redner die gute Betreuung durch Burgwartin Rita Lingl und das Landestheater, das jährlich Tausende von Besuchern nach Leuchtenberg bringe, an. Landrat Meier, erstmals offiziell in Leuchtenberg, ging auf den auch von Bürgermeister Kappl kritisierten Fernsehbeitrag über die Oberpfalz ein. "Es wird einen neuen Beitrag über den Landkreis geben", kündigte Meier nach Gesprächen in München an. Der Landkreischef sprach das Thema Demografie an. Obwohl die Prognosen nicht gut seien, wolle Meier nicht in eine Schockstarre verfallen. Die Antworten auf das Problem seien billiges Bauland und Wohnen sowie gute Arbeitsplätze. "Wir haben Globalplayer, aber das Bewusstsein fehlt noch."

Schwarz und schwarz

Und auch Meier thematisierte den Breitbandausbau in der Fläche. "Wir wollen zur Digitalisierung einen Masterplan über den Landkreis legen und die Kommunen mit kreativen Ansätzen in die Lage bringen, an Fördermittel zu kommen." Das sei genauso wichtig, wie vor Jahren der Autobahnbau. Ein weiteres Thema war für den Landrat die interkommunale Zusammenarbeit auf Landkreisebene. Der Ansatz für ein neues Feuerwehrzentrum mit gemeinsamer Atemschutzstrecke für Weiden sowie die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth lasse sich ausbauen.

Der immer zu einem Spaß aufgelegte Pfarrer Gudapati freute sich, dass in Leuchtenberg ein "schwarzer Bürgermeister und ein schwarzer Pfarrer" das Regiment führen. Der Bundestagsabgeordnete Post sprach von einer emotionalen Verbindung zu Leuchtenberg, obwohl seine Wahlheimat nun München sei.

Wenn er Leuchtenberg, das zwar nicht zu seinem Wahlkreis gehöre, helfen könne, dann sei das selbstverständlich, versprach er dennoch Bürgermeister Kappl. Die Geschwister Baier aus Wittschau gestalteten den Empfang musikalisch.
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