Ratsherr muss in Verlängerung

Das Historische Burgfest war ein enormer Erfolg. Ein großes Spektakel gab es für die vielen Zuschauer auch beim Festzug durch den Markt zu sehen.
Lokales
Leuchtenberg
31.08.2015
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Trotz der Hitze strömten massenweise Besucher auf die Burg Leuchtenberg zum Historischen Burgfest. Nicht nur deswegen wird sich Bürgermeister Anton Kappl lange an die Veranstaltung erinnern.

Das Historische Burgfest am Samstag und Sonntag sprengte alle Erwartungen angesichts von fast 5000 Besuchern. Der Bürgermeister freute sich in seinem Resümee, dass der Markt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat. Er hob dabei vor allem das Miteinander der Mittelalterfreunde und der Leuchtenberger Vereine hervor. Uli Gröbner mit seinem Dutzend Mittelalterfreunden hätte das Fest nicht alleine stemmen können.

Die Vereine waren Garanten für den Erfolg. Ihnen wurde die Arbeit nicht zu viel. Samstag wäre um 22 Uhr Schluss gewesen. Martin Schmid von der Feuerwehr Michldorf, die den Getränkeausschank im inneren Burghof hatte, berichtete am Sonntagvormittag: "Wenn wir nicht eine Stunde nach Mitternacht das Licht abgedreht hätten, würden wir wohl noch ohne Pause da stehen."

„Ja, so warn’s die alten Rittersleut’“ – Markttreiben und Lagerleben, mittelalterliche Handwerkskünste, Klänge, Schaukämpfe, Gaukeleien, Tanz und vieles mehr gab es beim historischen Burgfest in Leuchtenberg. Bilder: fz


Alois Binder von den Jägern, die am Sonntag Wildgulasch anboten, ging es ebenso wie dem Frauenbund, dessen Schwammerlbrühe und Dotsch - für beide Tag vorbereitet - schon am Samstag weg war. Um 22 Uhr haben die Frauen dann für Sonntag Kartoffeln geschält und gerieben. Sechs Zentner der Knollen verarbeiteten die Frauen zu Dotsch und dazu auch noch 150 Liter Schwammerlbrühe, die sogar Besucher aus Uruguay begeisterte. Aber auch die anderen Vereine, angefangen bei der Feuerwehr, die den Besucherstrom auf die ausgewiesenen Parkplätze kanalisierte, leisteten Enormes.

Bürgermeister Kappl sprach von einem neuen "Wir-Gefühl", das er an beiden Tagen festgestellt habe. Dass er eine Sonderbehandlung erfuhr, nahm er angesichts des Erfolgs gelassen. Auf dem Turnierplatz hatten die Ritter den Rathauschef auf die Streckbank gelegt und lautstark verkündet, dass dieser große Verfehlungen begangen habe, weil er Wegezoll (Eintritt) erhoben hatte.

Hoch zu bewerten war auch die Auswahl der Anbieter durch die Veranstalter. Kein Krempel sondern Lagerleben, Markttreiben, mittelalterliche Klänge, Schaukämpfe Gaukeley, Bogenschießen und Axtwerfen und dann die gigantische Feuershow waren das Korsett, das die Mittelalterfreunde für die beiden Tage geschnürt hatten und dafür belohnt wurden.
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