Solarpark rückt näher

Oberhalb von Preppach steht bereits eine private Solaranlage. Ein künftiger "Solarpark Leuchtenberg" würde von dort Richtung Deindorf und auf der anderen Seite der oberhalb verlaufenden Autobahn errichtet. Bild: fz
Lokales
Leuchtenberg
03.08.2015
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Der "Solarpark Leuchtenberg" müsste bis Ende des Monats realisiert sein, denn ab 1. September ändern sich die Bedingungen. Ist für die Gemeinde eine Beteiligung weiterhin interessant und rentabel?

Um das Vorgaben weiterzuverfolgen, war im Marktrat ein Grundsatzbeschluss nötig. Vor zweieinhalb Monaten hatte Projektleiter Wolfgang Trippel von der ZENO dem Gremium baureife Pläne der damals in Insolvenz gegangenen Wirsol vorgelegt.

Erfolgreiche Verhandlungen

Aus diesem Grund wäre es zu schaffen, bis Montag, 31. August, einen Solarpark entlang der Autobahn A 6 zu errichten. Die Gemeinde gründete für eine Beteiligung das Kommunalunternehmen (KU). Den weiteren Verlauf schilderte Bürgermeister Anton Kappl in der Sitzung. Problem war, genug Grundstücke zu bekommen und bis wann. In den vergangenen Wochen gab es umfangreiche Verhandlungen mit Grundeignern.

Wie es aussieht, reiche die Fläche nun aus, um so eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben. "Nur bis zum 31. August ist einfach die Zeit zu kurz, um die Anlage noch zu errichten und in Betrieb zu gehen. Ab 1. September ist dies nach dem alten Einspeisegesetz nicht mehr möglich. Über weitere Details informierte Trippel. Bis 31. August habe es Leuchtenberg selbst in der Hand, die Anlage nach eigenen Größenvorstellungen zu bauen. Danach muss man in die Ausschreibung gehen. Die Anlage darf zehn Megawatt nicht überschreiten. Dies ist doppelt so groß wie der Solarpark Tännesberg. Der geringeren Einspeisevergütung stehen auch geringere Materialpreise gegenüber. Trippel sah daher weiterhin eine Wirtschaftlichkeit gegeben.

Hermann Gehardt und Richard Süß meinten, dass das Ziel der 31. August war und es danach keinen Sinn mehr macht. "Jetzt wird es anders dargestellt", hakte Süß nach. "Wir haben jederzeit die Zügel in der Hand und werden die Sache nur weiterverfolgen, wenn es sich wirtschaftlich darstellt. Ansonsten lassen wir die Finger davon", betonte Bürgermeister Kappl.

Einstimmiger Beschluss

Josef Zitzmann wollte wissen, welche Kosten entstehen, wenn man nach den Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Bank nein sagt oder man die Ausschreibung nicht gewinnt. "Das kostet nichts solange ich hier sitze", sagte Trippel. Es fallen nur 860 Euro für Ausschreibungsgebühr und Kosten für die Bankbürgschaft an. Der Beschluss fiel einstimmig. Der Markt beteiligt sich am "Solarpark Leuchtenberg" unter der Voraussetzung, dass die Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsberechnungen ein positives Ergebnis ergeben. "Wenn ja, dann wollen wir auch eine Bürgerbeteiligung zulassen", sagte Kappl.
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