Staatshilfe nicht gefährden

Lokales
Leuchtenberg
15.05.2015
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Leuchtenberg will den Weg der Konsolidierung zielstrebig fortsetzen. Allerdings mussten die Markträte in der Sitzung eine Grundsatzentscheidung treffen, als der Haushalt 2015 zur Diskussion stand.

Bevor der Haushalt 2015 in der Marktratssitzung am Montag aufs Tablett kam, ging Kämmerer Ludwig Gürtler auf die Entwicklung der Finanzlage ein. Zum Januar 2014 hatte Leuchtenberg 738 995 Euro Schulen, pro Kopf 605 Euro. Durch die Tilgung von 100 383 Euro und eine Sondertilgung von 450 000 Euro waren es Ende 2014 188 611 Euro (pro Kopf 157 Euro).

Statt der geplanten 22 600 Euro Überschuss im Verwaltungshaushalt fließen 211 499 Euro über die Rücklagen ein. Die Linie von Gürtler ist, die Konsolidierung weiter konsequent zu verfolgen um damit ein Zeichen Richtung München für weitere Stabilisierungshilfen zu setzen.

Der Kämmerer hatte in den Haushalt 2015 neben der Tilgung von 50 000 Euro eine Sondertilgung zur Ablösung zweier Darlehen von 140 000 Euro eingesetzt. Das wäre dann Schuldenstand null. "Wir könnten es schultern, wenn nichts Unvorhergesehenes kommt", resümierte Bürgermeister Anton Kappl. Gerlinde Janker (SPD) stand voll hinter dem Vorschlag des Kämmerers. Priorität hat, weitere Stabilisierungshilfen nicht zu gefährden. "Mit der Sondertilgung und zugleich den Investitionen in die Infrastruktur und für die Weiterentwicklung der Gemeinde mit dem Baugebiet zeigen wir ganz deutlich unseren Willen und darum sehe ich auch keinen Grund zur Gefährdung weiterer Hilfen des Freistaates", stellte Kappl fest. Am Ende der zweistündigen Beratung fiel der Beschluss einstimmig für das Zahlenwerk aus.
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