Standesamt wackelt

Lokales
Leuchtenberg
23.02.2015
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Die Leuchtenberger Gemeinderäte sind der Ansicht, dass das Standesamt bei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) bleiben sollte. Eine Kosteneinsparung bringe das nicht. Entscheidend wird der neue VG-Geschäftsleiter sein.

VG-Geschäftsleiter Josef Glas geht zum Jahresende in den Ruhestand. Er ist zugleich Standesbeamter mit noch einer weiteren Kraft in der VG. Für den Vertretungsfall müssen es aber zwei sein. Die Stelle des Geschäftsleiters ist ausgeschrieben und soll zum 1. September besetzt werden. Nun kommt es darauf an, ob diese neue Kraft die Qualifikation als Standesbeamter mit bringt, informierte Bürgermeister Anton Kappl in der Gemeinderatssitzung. Das Thema war auch schon im Tännesberger Gemeinderat behandelt worden. Glas stellte hierzu klar, dass von einer Übertragung des Standesamtes an den Markt Moosbach nie die Rede war. Man hatte lediglich von einer Kooperation für den Vertretungsfall gesprochen, wenn der neue VG-Leiter die Qualifikation nicht habe.

Keine Kostenfrage

Einzige und letzte Möglichkeit sei, das Standesamt nach Vohenstrauß abzugeben. Das kostet im Jahr 14 800 Euro und komme damit auf keinen Fall billiger. "Also ist es keine Kostenfrage", so Glas. "Wenn es keinen Kostenvorteil bringt, sehe ich jetzt auch keinen Anlass, darüber zu diskutieren", schloss Bürgermeister Kappl die Diskussion. Der Bebauungsplan für die 16 Parzellen des neuen Baugebietes "Am Pfarrhäusl" geht in die Endphase. Nach der Ergänzung um zwei Parzellen ergaben sich bei der Auslegung Anregungen und Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange. "Nichts großes, eher halbjuristische Sachen", merkte Kappl an.

Architekt Josef Schönberger ging auf diese Einwände ein und brachte zugleich die Formulierungsvorschläge vor. Was besonders gut ankam, war die Anerkennung der Regierung der Oberpfalz für eine gute Planung. Das Baugebiet füge sich harmonisch in die Landschaft ein. Nun erfolgt nochmals eine kurze Auslegungsphase und am 9. März soll der Satzungsbeschluss fallen und damit Rechtskraft hergestellt werden.

In der letzten Sitzung war die Sanierung der Lindenbäume in Kleßberg angesprochen worden. Bürgermeister Kappl legte nun ein Kostenangebot vor. Für die Dorflinde brauche man einen Kran, für die Lindenallee reiche eine Hebebühne. So fallen für Dorflinde 1500 Euro und für die Lindenallee 1000 Euro an. Den Abtransport der Äste übernimmt der Bauhof.

Energie-Coaching

Die Gemeinde hat sich erfolgreich für das Projekt Energie-Coaching beworben. Dieses Coaching wird mit dem Energietechnologischen Zentrum Weiden veranstaltet und zu 100 Prozent vom Freistaat gefördert. Start ist im Oktober. Der Bürgermeister teilte weiter mit, dass der Einkaufspreis des Wassers bei der Steinwaldgruppe von 80 Cent auf 85 Cent für den Kubikmeter mit dem Jahresbeginn gestiegen ist. Jedes Jahr verteilt eine andere Fraktion Rauchmelder für alle Neugeborenen in der Gemeinde. Heuer ist die SPD an der Reihe. Es gibt sechs Neugeborene.
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