Süße Äpfel - bester Saft

Täglich überprüft Maria Bernhard die 300 Obstbäume auf der Streuobstwiese. Sie ist überzeugt, dass entgegen anderer Vorhersagen das Jahr 2015 ein guter Obstsommer wird. Bild:fz
Lokales
Leuchtenberg
03.09.2015
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Der Herbst stellt sich früher ein als üblich. Äpfel fallen in den Gärten von den Bäumen. Hat der Jahrhundertsommer den Besitzern von Obstgärten die Ernte ruiniert?

Für Maria und Josef Bernhard von der Mosterei in Steinach bei Leuchtenberg, der größten im Landkreis, wird es auch in diesem Jahr den beliebten Naturpark-Apfelsaft geben. Sie werden mit dem Landkreis bei der Consumenta in Nürnberg Ende Oktober wieder vertreten sein und genügend frischen Saft mitnehmen.

Fünf Tonnen Obst ernteten die Bernhards im vergangenen Jahr von den 300 Bäumen ihrer Streuobstwiesen. "Wir gehen davon aus, dass das heuer nicht weniger wird." Auf vier Hektar Land stehen die Gehölze, angefangen von der Walnuss über Pflaumen bis hin zu Äpfeln.

Das Frühjahr sei gut gewesen von der Blüte her, und nun im Endstadium haben die Äpfel volle Sonne. Das bringe zwar mit sich, dass einige der Bäume früher abwerfen, aber was dran bleibe sei beste Qualität. "Meist fällt der Apfel, der ein Problem hat", sagt Josef Bernhard. Darum solle man auch nicht die Äpfel vom Boden auflesen und zum Mosten bringen.

45 Sorten haben die Bernhards auf ihren Streuobstwiesen und die tragen mal weniger und mal mehr. "Das ist auch heuer so." Zur Erklärung dient die Alternanz. Bäume legen eine Ruhephase ein und nur alle zwei Jahre gehen sie in die Vollen.

Bernhard rät, einen Apfel vom Baum zu nehmen und hinein zu beißen. "Wenn er süß ist, dann ist er reif für den Saft." Quitten seien sonst eine Problemsorte, doch heuer würden sie massig reifen, prognostiziert Maria Bernhard. Am Samstag läuft in der Mosterei der Bernhards der Betrieb an und es wird mit dem Pressen begonnen. Außer in Steinach wird nach Mitteilung des Landratsamtes noch Obst in der Mosterei Maria Ott in Haselbrunn (Gemeinde Speinshart) und beim Ortsverschönerungsverein Wurz gepresst. Bis zum vergangenen Jahr tat das auch die Siedlergemeinschaft Waldthurn. Doch wegen des großen Aufwands sei das ab diesem Jahr nicht mehr möglich.
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