Vorbei an zig Naturdenkmälern

Lokales
Leuchtenberg
02.07.2015
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"Rund um Leuchtenberg" heißt ein neuer Wanderweg, den der Oberpfälzer Waldverein (OWV) ab sofort freigibt. Dabei weist ein besonderes Wahrzeichen den Weg.

Die fünf Kilometer lange Rundstrecke gesellt sich zu den sechs vorhanden Wanderwegen und bindet dabei einige Naturdenkmäler und historische Sehenswürdigkeiten mit ein. OWV-Vogelschutzwart Josef Schieder hatte den Verlauf erkundet. Zusammen mit Wegewart Hans Reintsch übernahm er die Markierung. Diese zeigt das Burgmotiv.

Mächtige Lindenbäume

Gestartet wird an der OWV-Vereinsecke beim Gasthof Maier. Von da geht es hinunter zum Pfarrhäusl vorbei an mächtigen Lindenbäume, die seit 1938 eingetragene Naturdenkmäler sind. Das Pfarrhäusl selbst wurde im Mittelalter von den Landgrafen als Zehenthäusl genutzt und heute dient das gut erhaltene Gewölbe dem OWV als Fledermauskeller.

Über den Saurangen, früher hüteten die Leuchtenberger hier Schweine, kommt der Wanderer zum stillgelegten Hegner-Steinbruch und nach einem weiteren Stück zum Käs-Steinbruch in dem in den 1960er Jahren noch hochwertiger Granit abgebaut wurde. Auf dem Steinhauersteig gelangt er zum Insektenhotel des OWV und ein Stück weiter zum Naturdenkmal "Teufelsbutterfass".

Weiter geht's am Brauhausweiher vorbei, hier stand bis 1917 das Kommunbrauhaus, nach einem Kilometer zu den "Zwillingen". Das sind zwei Granitfelsen, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen.

Nach weiteren 100 Metern erreicht der Wanderer die Gesteinsgruppe "Hoher Stein", ebenfalls ein Naturdenkmal. Von da an marschiert er Richtung Leuchtenberg an einem 100 Jahre alten Bildstöckl vorbei und einer einzeln stehenden Granitsäule, bei der 1771 eine Hirtin enthauptet wurde. Ein Stück weiter kommt die Kirche Sankt Sebastian, 1551 bis 1571 erbaut, vor der unter einer großen Eiche die Pestsäule aus Granit steht.

Schräg gegenüber gibt es noch eine sogenannte historische Landgrafensäule zu sehen, deren Sinn und Zweck jedoch nicht bekannt ist. Nach weiteren wenigen Metern in den Ort hinein hat der Wanderer den Ausgangspunkt erreicht.
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