Vorsitzender der Leuchtenberger Reservistenkameradschaft spricht Überalterung an - Dennoch ...
Auf dem Weg zum Seniorenclub?

Schützenkönig und Sieger mit der Pistole wurde bei der Reservistenkameradschaft Gerd Scharff (links). Vorsitzender Alfred Kick (Dritter von rechts) setzte sich kritisch mit der Zukunft auseinander. Bild: fz
Lokales
Leuchtenberg
14.01.2015
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Werden Reservistenveranstaltungen zu Seniorenwettkämpfen? Was bringt die Zukunft? Mit dieser Frage setzte sich Vorsitzender Alfred Kick in der Jahreshauptversammlung der RK Leuchtenberg auseinander.

Im Gasthof Maier teilte Kick mit, dass die Kameradschaft noch 21 Mitglieder habe. "Wir müssen der Demografie Rechnung tragen, es gibt keine Reservisten mehr. Das schlägt sich im stetig steigenden Durchschnittsalter nieder." Der Verband gebe sich große Mühe, die Sache am Laufen zu halten. Aber blicke man sich um, so tendierten die Reservistenveranstaltungen und Wettkämpfe hin zu Seniorentreffen.

Dass die Mitglieder immer älter werden, dem sollte die Kreisgruppe mit ihren Veranstaltungen Rechnung tragen. Aber scheinbar nehme man darauf keine Rücksicht. "Die Demografie wird uns als Reservistenkameradschaft zu einem Traditions- und Heimatverein machen", folgerte Kick. "Ich wollte nie, dass wir mehr oder weniger in eine passive Gruppe abrutschen, aber ich kann's nicht aufhalten", sagte Kick. "Wir feiern uns selber", wird im nächsten Jahr der Leitsatz zum 25-jährigen Bestehen sein, resümierte der Vorsitzende. Dass derzeit noch nichts von einem Passivenverein zu spüren ist, verdeutlichte Schriftführer Gerhard Kammerer in seinem Bericht. Belegte man schließlich unter vielen anderen den zweiten Rang bei der Kreismeisterschaft. Kammerer sprach weitere Teilnahmen an Reservistenveranstaltungen und Festen an, berichtete von sechs Monatsversammlungen und der Mehrtages-Rallye zum Großglockner. Am Volkstrauertag stellen die Reservisten die Ehrenwache. Man habe keine großen Einnahmen und auch keine großen Ausgaben. So müsse das Jahresplus von 93 Euro gesehen werden, das Kassier Jürgen Scharff vorlegte.

Ehrenvorsitzender Werner Kunz stellte fest, dass mit seinem Nachfolger Kick die Reservistenkameradschaft "steht und fällt". Zweiter Bürgermeister Karl Liegl dankte den Reservisten im Namen der Marktgemeinde für die Ehrenwache am Volkstrauertag. Zugleich zeigte er sich beeindruckt, was sich in der Kameradschaft das ganz Jahr tue. Gelaufen war tagsüber ein interner Schießwettbewerb auf der Anlage in Roggenstein mit zwölf Teilnehmern. Jürgen Scharff nahm nach der Auswertung bei der Jahreshauptversammlung die Siegerehrung vor. Mit der Pistole, Kaliber 9 mm, belegte Gerd Scharff Platz eins vor Alfred Kick und Wolfgang Härtl. Mit dem Luftgewehr siegte Sebastian Müller vor Gerd Scharff und Jürgen Scharff. Den Königsschuss setzte Gerd Scharff.
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