Warten aufs Feuerwehrauto

Kommandant Manuel Tschierschke ernannte Karlheinz Kraus zum Oberfeuerwehrmann und nahm Marina Varnhold in die aktive Wehr auf. Bürgermeister Anton Kappl und Kreisbrandmeister Johann Rewitzer (von links) gratulierten. Bild: fz
Lokales
Leuchtenberg
20.03.2015
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Der Ulmer Autobauer lässt sich lange Zeit mit der Auslieferung des neuen Fahrzeugs. Das energische Anklopfen von Bürgermeister Anton Kappl und der Feuerwehrverantwortlichen brachte Bewegung. Schließlich steht der Einweihungstermin an.

In der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus sprach Vorsitzender Jürgen Scharff über die Veranstaltungen im vergangenen Jahr. In den elf Vorstandssitzungen sei das Feuerwehrauto natürlich Thema gewesen. Auf der Wunschliste stehe auch ein Mannschaftsbus.

20 Mal im Einsatz

Die Feuerwehr hat 131 Mitglieder. Kassier Josef Winter führte an, dass man 1800 Euro in die Gerätehausausstattung investiert und ein Jahresplus von 900 Euro erzielt habe. Die Jahreshauptversammlung war zugleich Dienstversammlung für die Aktiven. Kommandant Manuel Tschierschke führt 37 Aktive an, von denen acht weiblich sind. Die Wehr hat 17 Atemschutzträger (neun männlich, acht weiblich). Von denen gehören drei zur Feuerwehr Lerau. Insgesamt verzeichnete man 20 Einsätze. Darunter Brände, acht technische Hilfeleistungen, drei Unfälle, eine Sicherheitswache und fünf Fehlalarme im Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth.

37 Feuerwehrdienstleistende waren 320 Stunden im Einsatz. Tschierschke führte zehn Übungen, zwei Leistungsprüfungen, einen Atemschutzlehrgang, die Brandschutzerziehung im Kindergarten mit Evakuierungsübung sowie Aus- und Weiterbildungen mit insgesamt 450 Stunden an. Die Jugend absolvierte einen Wissenstest. Zusammengerechnet lag das Jahresvolumen der Aktiven bei 920 Stunden.

Der Kommandant sprach das neue Löschfahrzeug Lf20 an. Für Ende Oktober war die Lieferung zugesagt. Aber dem war nicht so. Nun ist Ende April ins Auge gefasst. Sollte das klappten, ist das eine Punktlandung. Denn für das Wochenende, 2. und 3. Mai, ist die Einweihung angesetzt.

"Mit diesem hochmodernen Einsatzfahrzeug wird für die Feuerwehr eine neue Ära eingeleitet", betonte der Kommandant. Am Ende seiner Ausführungen beförderte er Karlheinz Kraus zum Oberfeuerwehrmann und nahm per Handschlag Marina Varnhold in die aktive Wehr auf.

Stellvertretender Kommandant Gerd Scharff berichtete über den Einbau eines Büros ins Feuerwehrhaus mit 155 freiwilligen Arbeitsstunden. Die meisten davon hatte Karlheinz Kraus (35 Stunden). Scharff hob außerdem die Unterstützung durch Robert Zirngibl sowie von Siegfried und Gerhard Kammerer heraus. Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer äußerte sich positiv über die Feuerwehr Leuchtenberg. Das neue Einsatzfahrzeug bringe mehr technisches Gerät mit, und folglich werde es mehr Einsätze auf der Autobahn geben.

Rewitzer sprach die Modulare Truppmannausbildung an. Leuchtenberg sei zudem eine der ersten Wehren, die bereits funktionierenden Digitalfunk hat. Rewitzer hob heraus, dass die Marktgemeinde hinter ihren Feuerwehren steht und sie entsprechend für die Zukunft ausstattet. "Feuerwehr kann es nicht zum Nulltarif geben und weniger Feuerwehr geht auch nicht", stellte der Kreisbrandinspektor klar.

Spende als Anerkennung

Auch Anton Kappl rückte das Feuerwehrauto in den Fokus. Der Bürgermeister berichtete, dass er im Januar mit der Feuerwehrführung beim Hersteller in Ulm vorgesprochen habe. Der neue Liefertermin sei fest zugesagt und könne sich sogar noch einige Tage nach vorne verlagern. Kappl stellte heraus, "dass weder die Gemeinde und schon gar nicht die Feuerwehr etwas für diese Verzögerung können". Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit der Wehr überreichte Kappl eine Spende.
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