Weg frei für Wege-Sanierung

Lokales
Leuchtenberg
11.11.2015
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Es ist ein Paradebeispiel bürgerlichen Engagements: Die Lückenriether bilden einen Bauausschuss und bieten die Sanierung des Lückenriether Wegs in Eigenregie an. Bedingung ist eine Klassifizierung als Feld- und Waldweg. Dies nimmt dann auch die Marktgemeinde in die Pflicht.

Vor einem Jahr hatten die Lückenriether Antrag auf Instandsetzung des Wegs gestellt und mit Andreas Gruber, Bernhard Frischholz und Martin Reil einen internen Bauausschuss installiert. Dieser verbuchte bereits als großen Erfolg, dass alle 14 Anlieger bereit waren, die Baumaßnahme mitzutragen.

Präzedenzfall befürchtet

In der Marktratssitzung ging es darum, die Strecke als ausgebauten Feld- und Waldweg zu klassifizieren, denn nur dann kann auch die Gemeinde tätig werden. Dass dem so ist, das besagten zwei Bewertungen durch das Ingenieurbüro Zwick in Weiden und Forstamtmann Albert Urban vom Amt für Landwirtschaft, Forsten und Ernährung in Weiden. Gerlinde Janker war strikt dagegen, weil sich in diesem Fall die Kommune mit 25 Prozent an den Kosten beteiligen und auch für eigenen Grund Anliegerbeiträge zahlen muss. Janker sprach von einem Präzedenzfall, der andere nach sich ziehen könnte.

Bürgermeister Anton Kappl sah hier beispielhaftes bürgerliches Engagement. "Wenn alle 14 Anlieger bereit sind, ihren Beitrag zu leisten, dann sollte das auch die Gemeinde tun. Normalerweise bringt man da nicht alle unter einen Hut." Den Anwohnern sei es "hoch anzurechnen, dass sie da vorangehen", ergänzte sein Stellvertreter Karl Liegl.

Wolfgang Härtl erklärte, dass durch die Erschließung dann auch der kommunale Waldgrund aufgewertet wird. Die Sanierung übernehmen die Lückenriether, Bauträger ist die Gemeinde. Das vom Lückenriether Bauausschuss vorgelegte Kostenangebot lag bei 13 772 Euro. Mit der Gegenstimme von Janker beschloss das Gremium die Klassifizierung und die Übernahme der Bauträgerschaft. Vorausgesetzt, dass alle Anlieger mit der Maßnahme einverstanden sind.

Die Gemeinde wurde für das Energiecoaching durch das Energietechnische Zentrum in Weiden (ETZ) ausgewählt. "Das Projekt kostet uns nichts, außer unserer Mitarbeit", machte Kappl klar. Dazu müsse der Markt ein Energie-Kompetenzteam bilden. Dazu gehören Kappl, Kämmerer Ludwig Gürtler, VG-Angestellten Martin Süß sowie Josef Pausch vom Bauhof. Das Gremium benannte weiter die Markträte Hermann Gebhardt, Dominik Adam und Gerd Scharff (CSU) sowie Martin Reil und Josef Zitzmann (SPD).

Die staatliche Rechnungsprüfung hatte eine Mietanpassung für die Mehrzweckhalle und das Glashaus sowie den Trauraum "Burgkapelle" angemahnt. Nach langer Diskussion müssen Vereine aus der Marktgemeinde für das Glashaus in der Mehrzweckhalle nun 80 Euro (bisher 77) und für Glashaus und Mehrzweckhalle zusammen 150 Euro (bisher 128) zahlen. Für Privatveranstaltungen wird die Miete für das Glashaus von 77 auf 130 Euro angehoben, Glashaus mit Halle komplett kosten statt 205 künftig 250 Euro.

130 Euro pro Trauung

Bisher hat die Gemeinde für Trauungen in der Burgkapelle nichts verlangt, dabei handelt es sich fast ausschließlich um auswärtige Brautpaare. Pro Hochzeit muss der Bauhof für Auf- und Abbau mindestens zwei Stunden arbeiten. Einstimmig legten die Räte deshalb einen Kostenpauschale von 130 Euro pro Trauung fest. Die wilde Plakatiererei in Orten und an Straßen ist Kappl ein Dorn im Auge. Daher will er eine Plakatierverordnung einführen. Die Verwaltung soll sie erstellen und zur Abstimmung vorlegen, meinten die Räte.
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