Breitbandausbau in Leuchtenberg stockt
Autobahn steht im Weg

Bürgermeister Anton Kappl (links) und Geschäftsstellenleiter Marc Rupprecht machten sich ein Bild der Arbeiten. Hier der Anschluss an einen neuen Multifunktionskasten, von dem der Endkunde über das Netz versorgt wird. Bild: fz
Politik
Leuchtenberg
26.07.2016
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"Der Breitbandausbau in Leuchtenberg ging gut voran, ist aber leider ins Stocken geraten", berichtet Bürgermeister Anton Kappl. Der Hauptgrund ist die Autobahn.

Die Telekom hatte im Juni vergangenen Jahres den Auftrag für die erste Ausbauphase des Breitbandausbau in der Gemeinde erhalten. Entsprechend wurde ein Vertrag mit Vollzug dieser Arbeiten nach Ablauf eines Jahres, also im Juni 2016, geschlossen. Im Frühjahr startete eine Fränkische Baugesellschaft in Zusammenarbeit mit der Firma Netzel-Bau aus Weiden mit den Arbeiten, vorrangig mit der Verlegung der Breitbandkabel, um die verschieden Knotenpunkte zu erreichen.

Lange Strecken über viele Kilometer von Wieselrieth bis Wittschau und nach Döllnitz, weiterführend über Bernrieth nach Kleßberg, aber auch das steile Gelände von Leuchtenberg nach Lückenrieth musste gegraben werden. Nicht zu vergessen die große Ortsleitung, die quer durch den Hauptort Leuchtenberg verlegt werden musste.

Im Juni hatten die Verantwortlichen wegen Verzögerungen den 31. Juli als neuen Fertigstellungstermin festgelegt. Nun sind aber wieder verschiedene Schwierigkeiten aufgetreten, so dass sich der Leiter der Planungsteams in Regensburg, Herbert Malterer, erneut gezwungen sah, den Termin zu verschieben. Der 16. September wurde als neuer Termin der Gemeinde schriftlich mitgeteilt.

In persönlichen Gesprächen war man zuversichtlich, dass dieser gehalten werden kann. Als Gründe für die Verzögerungen führen die Verantwortlichen die Schwierigkeiten bei der Leitungsquerung der Autobahn an. Gleich zweimal musste diese an Schlüsselstellen unterquert werden, was zu erheblichen, nicht vorhersehbaren Problemen geführt habe.

Die ausführende Firma musste sich der kostspieligen Spülbohrungen bedienen, was zwar erfolgreich war, jedoch einen enormen Mehraufwand darstellte. Nun sollten die Schwierigkeiten gelöst sein und die Arbeiten wie geplant zu Ende geführt werden.

Was jetzt nach dem Zusammenschluss noch fehlt, ist der Anschluss an die neuen Multifunktionsgebäude, damit die schnelle Datenautobahn auch erschlossen ist. "Natürlich sind wir über die Verzögerung nicht glücklich, müssen diese aber akzeptieren", resümiert Kappl.

Natürlich sind wir über die Verzögerung nicht glücklich, müssen diese aber akzeptieren.Bürgermeister Anton Kappl
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