Bürgerversammlung in Leuchtenberg
Bürgermeister plant Börse

Politik
Leuchtenberg
12.05.2016
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Bei der Sanierung der Wasserversorgung in Lückenrieth wird die Umlage auf die Ortsteile erfolgen. Die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle scheint mit der Förderzusage Gestalt anzunehmen. In Sachen Bauplätze hat Bürgermeister Anton Kappl eine ganz neue Idee in der Bürgerversammlung anklingen lassen.

Rückblick, Aktuelles und einen Ausblick gab der Gemeindechef im Pfarrheim. 20 Bürger waren gekommen. Kappl begann mit der Einwohnerzahl, die 2015 um 11 auf 1220 abgenommen habe. Im Vergleich waren es im Jahr 2000 noch 1360 Bürger. Der "Babyalarm" vom vergangenen Jahr mit 15 Kindern bedeute eine Steigerung von über 120 Prozent. Aber das werde wohl ein Ausreißer gewesen sein, vermutete der Bürgermeister.

Finanzlage gebessert


Kappl ging auf die Finanzlage ein, die sich weiter gebessert habe. So registriere man zu Jahresbeginn nur mehr eine Pro-Kopf-Verschuldung von 67 Euro. Die Ausgaben für die Schule beliefen sich auf 144 000 Euro, den Kindergarten 49 550 Euro, die Feuerwehren 33 000 Euro, den Anteil am Feuerwehrauto 162 000 Euro, den Straßenunterhalt 180 000 Euro, Winterdienst 43 500 Euro und den gesamten Bauhof 297 500 Euro. Die Gemeinde habe 70 Kilometer Straßen zu unterhalten.

Kindergarten voll belegt


Der Kindergarten mit einer Kapazität von 54 Plätzen wird zum September voll belegt sein. Die Grundschule, deren Fortbestand gesichert sei, besuchen 34 Buben und Mädchen. Die Kläranlage laufe seit drei Jahren ohne Probleme. Allerdings mussten die Einleitungsgebühren auf über fünf Euro angehoben werden.

Immer beliebter werde die Burgkapelle als Trauungsort. Zur Burganlage selbst merkte Kappl mit Blick auf die Burgfestspiele und Öffnungszeiten sowie Anwohner an, dass man sich für einen reibungslosen Ablauf einfach arrangieren müsse. Da scheint man auf einem guten Weg zu sein. Der Bau der Kreisstraße durch Lerau zog eine kleine Dorferneuerung nach sich.

Als größte Maßnahme laufe die Erschließung des Baugebiets "Am Pfarrhäusl". Sie koste eine halbe Million Euro, könne aber ohne Kreditaufnahme gestemmt werden. Zudem werde Phase eins der Breitbanderschließung im Juli abgeschlossen. Danach starte die Phase zwei für die kleinen Ortsteile. "Bei der Breitbanderschließung sind wir im Landkreis ganz vorne dabei", stellte der Rathauschef fest. Großbaustellen sind auch die Erdverkabelungen im Bereich Lückenrieth-Leuchtenberg durch das Bayernwerk. Im Ausblick sprach der Bürgermeister die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Bernrieth-Döllnitz sowie Michldorf-Kleinpoppenhof ebenso an, wie die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle mit Einbau von gemeindlichen Verwaltungsräumen. Knapp 500 000 Euro wurden der Gemeinde über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) zugesagt. "Wir müssen den Bescheid abwarten, was entsprechend gefördert wird."

Die Sanierung der Wasserversorgung in Lückenrieth steht an. Eine Umlage der Kosten erfolgt auf die angeschlossen Ortsteile Leuchtenberg, Michldorf, Lückenrieth, Kleinpoppenhof, Burg- und Schmelzmühle. Weiteres Ziel ist die Umrüstung der Beleuchtung des Markts auf LED. An erster Stelle stehe die Burgbeleuchtung, die ein "Stromfresser" sei.

Leerstände vermarkten


Mit einer Idee konfrontiert Kappl die Versammlungsteilnehmer. Er will eine Bauplatzbörse auf der Homepage der Marktgemeinde errichten. "Wir haben neben den nun gemeindlichen Bauplätzen jede Menge weiterer Bauplätze und auch Baulücken, die in privater Hand sind. 50 an der Zahl wären das schon. Diese sollten mit Zustimmung der Besitzer in einer Bauplatzbörse zusammengefasst werden, was kostenlos für die Eigner ist. So könnten Baulücken oder auch Leerstände vermarktet werden", erklärte der Gemeindechef.

Fragen und Anregungen der BürgerProbleme größerer Art brachten die Bürger in der Versammlung nicht vor, als ihnen Bürgermeister Anton Kappl das Wort erteilte. Edeltraud Schmidt fragte, warum die Glascontainer im Sommer nicht wieder nach hinten in den Bauhof umgesetzt werden. "Das wir die nächsten Tage erledigt", versprach Kappl.

Hans Fuchs regte ein Ausbesserung der Straße im Bereich Hoher Stein an. Der Bauhof wird sich das ansehen. Josef Winter junior sprach die Pflasterfugen im Äußeren Markt an. Die seien so tief, dass man beim Gehen Schwierigkeiten habe, und außerdem würden sie bei Autos ein dröhnendes Geräusch verursachen. Dies bestätigte der Rathauschef.

Darum sei das Problem schon mit zweitem Bürgermeister und Bauunternehmer Karl Liegl angegangen. Man wird in einem Bereich in nächster Zeit eine "Musterverfugung" machen. Herstellerfirmen von Material werden beteiligt. (fz)
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