Erhöhungen für Döllnitz und Preppach
Wasserpreis zieht an

Politik
Leuchtenberg
19.05.2016
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Bisher musste der Markt für die Trinkwasser-Versorgung der Ortsteile Döllnitz und Preppach an die Glaubendorfer Gruppe 88 Cent pro Kubikmeter zahlen. Das ändert sich.

Wie Bürgermeister Anton Kappl in der Marktratssitzung mitteilte, hat die Glaubendorfer Gruppe wegen verschiedener Verbesserung den Bezugspreis für den Kubikmeter Wasser rückwirkend zum Januar 2016 von 88 Cent um 58 Cent auf 1,46 Euro angehoben. Mit 65 Prozent ist das nicht gerade wenig.

Die Gemeinde muss diese Erhöhung in die nächste Gebührenkalkulation, die in zwei Jahren fällig ist, einfließen lassen. Derzeit werden 2,36 Euro pro Kubikmeter Wasser eingehoben. Dies wird bis zur nächsten Kalkulation so bleiben. Nimmt man aber dann die 58 Cent hinzu und außerdem dann noch die Nachzahlung ab Januar 2016, dann wird man jenseits der drei Euro liegen.

Neue Schilder


Die Biogas Gruber GbR versorgt weitere Anwesen in Lückenrieth mit Fernwärme, wofür die Erweiterung des Netzes beantragt wurde. Das Gremium erteilte das Einvernehmen. Von Irchenrieth bis zur Abfahrt nach Döllnitz wird die Bundesstraße 22 neu beschildert. Es kann aber Jahre dauern, bis die bisherigen Tafeln ersetzt werden, erläuterte der Rathauschef.

Der Hauptaspekt ist, dass bei den Schildern an der Bundesstraße der Hinweis "Pilsen" herausgenommen und mit dem Autobahnhinweis ersetzt wird. Der Marktrat fügte in seine Stellungnahme ein, in die Vorwegweiser "Leuchtenberg" an der B 22 die zusätzliche Kennzeichnung "Burg Leuchtenberg" mit aufzunehmen.

Gerlinde Janker sprach die Einrichtung von WLAN-Hotspots auch für Leuchtenberg an. Der Bürgermeister erläuterte, dass er das auch schon bei der Bürgerversammlung angesprochen habe. Dabei habe er vor allem die Burg im Fokus.

VG-Geschäftsleiter Marc Rupprecht fügte an, dass dies auch schon in Tännesberg ein Thema war, aber noch nicht spruchreif sei. Tännesberg werde das beteiligte Straubinger Büro einladen und das könnte man dann auch auf Leuchtenberg ausdehnen. Kappl fügte an, dass er Zahlen von anderen Kommunen kenne, die dies in Eigenregie billiger erstellt hätten.

Josef Zitzmann griff den Artikel im "Neuen Tag" zur Abrechnungsmodalitäten der Abwasseranlage bei der Bürgerversammlung in Michldorf auf. Er stellte fest, dass der niedrigere Zuwendungsbescheid in Kappls Amtszeit im Juni 2014 gekommen sei. Er wisse zudem, dass der Bürgermeister deswegen beim Landratsamt war. Zitzmann wollte daher wissen, was das Ergebnis des Gesprächs war.

"Das ist ja interessant, dass dies bekannt ist", sagte Kappl. Das Landratsamt habe sich nicht zuständig gezeigt. Er war zudem auch beim Wasserwirtschaftsamt, aber auch das brachte kein Ergebnis. "Warum damals die Schlussrechnung erstellt wurde, obwohl nicht alle Kosten und Zuwendungen auf dem Tisch lagen, ist für mich bis heute nicht nachvollziehbar", meinte der Rathauschef.

Vollendete Tatsachen


Letztendlich mussten die Kostensteigerungen und verminderten Zuschüsse in den Gebühren aufgefangen werden. Kappl sei im Mai 2014 vor vollendeten Tatsachen gestanden. Bernhard Kammerer vermutete, dass man " den schwarzen Peter weiterschieben will". Wenn angeblich im Vorfeld schon die Fakten bekannt waren, warum sei man dem nicht nachgegangen und habe trotzdem die Bescheide erlassen?
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