Grünsfeld und Leuchtenberg besiegeln Partnerschaft
Wilde Ehe legalisiert

Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert und sein Leuchtenberger Amtskollege Anton Kappl (links) pflanzten einen Partnerschaftsbaum. Bild: fz
Politik
Leuchtenberg
06.08.2016
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Die Stadt Grünsfeld im Badischen und der Markt Leuchtenberg sind durch die Landgrafen von Leuchtenberg historisch verbunden. Nun pflanzten die Bürgermeister beider Orte einen Baum.

Grünsfeld/Leuchtenberg. Symbolträchtiger Akt im historischen Rienecksaal im Rathaus von Grünsfeld: Mit einer Unterschrift auf der Urkunde besiegelten Bürgermeister Joachim Markert und sein Leuchtenberger Amtskollege Anton Kappl die Partnerschaft zwischen der Stadt und dem Markt. Anschließend pflanzten beide einen "Baum der Freundschaft".

Teil der Landgrafenschaft


Von 1503 bis 1646 war Grünsfeld Teil der Landgrafenschaft Leuchtenberg. Mit der damaligen Residenzstadt Pfreimd pflegt man schon seit 40 Jahren eine Partnerschaft. Diese wird nun mit der gleichartigen Verbindung zu Leuchtenberg ergänzt. Leuchtenberg wiederum geht am Freitag, 12. August, eine Partnerschaft mit der Stadt Pfreimd ein und am 17. September besiegeln dann die drei Gemeinde eine gemeinsame "Historische Trilogie" auf der Burg Leuchtenberg.

Mit dem Bus war Kappl mit Stellvertreter Karl Liegl, den Gemeinderäten Rainer Schmeidl, Wolfgang Härtl, Bernhard Kammerer, Dominik Adam und Gerd Scharff sowie Pfarrer Moses Gudapati und Abordnungen des Männergesangvereins "Liederkranz", der Feuerwehr und des OWV Leuchtenberg sowie der Frauengruppe Döllnitz nach Grünsfeld "zum Eheschließen" gefahren.

Viele Kontakte


Beim Festakt hob Markert heraus, dass schon vor Jahrzehnten die Beziehung zwischen Grünsfeld und Leuchtenberg durch die beiden Gesangvereine entstanden ist. Es bauten sich viele weitere Kontakte zwischen Vereinen und den Bürgern beider Kommunen auf. Die Beziehungen wurden immer enger.

Kappl war sich der Bedeutung des Augenblicks bewusst: "Wir besiegeln Historisches." Er fügte augenzwinkernd an, dass man aus der Oberpfalz nach Baden gereist sei, um eine wilde Ehe zu legalisieren. Der Rathauschef war sich sicher, dass wegen der vielen Gemeinsamkeiten in den vergangenen Jahrzehnten der Partnerschaft eine gute Zukunft beschieden sei.

Mit der Unterschrift unter die Urkunde verpflichteten sich beide Kommunen, das Band der Beziehungen zu stärken und zu vertiefen. Sie bekräftigen, dass für das Erreichen der gemeinsamen Ziele im Bereich Kultur und Soziales alle Anstrengungen unternommen werden. Eine Weinprobe mit Essen beendete den Besuch, und die Leuchtenberger verabschiedeten sich mit dem "Leuchtenberger Lied.
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