Junge Union diskutiert mit Polizeidirektor Robert Fuchs
Polizei hat gut zu tun

In einer sachlichen und informativen Diskussion erläutert Polizeidirektor Robert Fuchs (rechts) vom Polizeipräsidium Regensburg die Strukturen aber auch Herausforderungen der Polizei in der Oberpfalz und im grenznahen Raum. Bild: fz
Politik
Leuchtenberg
11.07.2016
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Die Junge Union im Landkreis steht fest zur Polizei. Besonders im grenznahen Raum misst sie den Beamten starke Bedeutung bei. Einige JU-Mitglieder diskutieren mit Polizeidirektor Robert Fuchs vom Polizeipräsidium Regensburg über aktuelle Themen.

"Struktur und Herausforderungen der Polizei in der Oberpfalz, besonders im grenznahen Bereich" lautete das Thema im Gasthof Maier. JU-Kreisvorsitzender Benedikt Grimm schnitt an, dass der "Eiserne Schutzmann" nachts in der Polizeiinspektion Vohenstrauß schon ein Thema sei, das die Jugend aus dem Bereich beschäftige. Florian Meißner als stellvertretender JU-Kreisvorsitzender stellte klar dazu fest, dass die JU Bedeutung in einer stark und gut besetzten Polizei sieht.

Polizeidirektor Fuchs diskutierte mit den jungen Leuten und den Erwachsenen, darunter stellvertretender JU-Landesvorsitzende Stephan Oetzinger und Leuchtenbergs Bürgermeister Anton Kappl, auf Augenhöhe. Fuchs erläuterte die Struktur der Polizei in der Oberpfalz mit 2600 Beamten und einer sehr hohen Anzahl an Dienststellen. "Die Aufgaben werden mehr", so Fuchs. Veranstaltungen wie Open-Airs, Public Viewing oder alle Arten von Festen, die von der Polizei überwacht werden müssten, seien vor Jahren noch nicht auf den Einsatzplänen gestanden. Zum Tagesgeschäft kämen noch Aufgabenfelder hinzu wie beispielsweise aktuell der Regensburger Dom. Fuchs informierte zur Verwunderung aller, dass entgegen eingier Berichte der Bischof noch keine Sekunde bei den Menschen im Dom gewesen sei. Die Kirche tue sich auch schwer mit "Kirchenasyl", denn ihr gehöre der Dom nicht. Er sei ihr nur zur Nutzung überlassen.

Steigende Einbruchszahlen


Der Regensburger Dom sei die einzige Kathedrale Bayerns, die nicht dem jeweiligen Bistum, sondern dem Freistaat gehöre. "Wir sind regelmäßig, aber nicht dauerhaft vor Ort", schilderte Fuchs. Auf die Frage von Bernhard Kammerer nach den Kosten erklärte er, dass man keine Einsatzlage an den Kosten festmachen könne. Zu den steigenden Wohnungseinbrüchen meinte Fuchs, dass diese im Altlandkreis Vohenstrauß, also an der Grenze, stark zugenommen hätten. Sicherlich gebe es Banden. Die reisenden Täter kämen aber nicht zum Großteil aus dem Ausland.

Zur Polizeiinspektion Vohenstrauß meinte er, dass wohl niemand im Zeitalter von Handys bei einem nächtlichen Notfall zur Polizeiinspektion laufe, um dort einen Notruf abzusetzen. Beim Notruf werde man mit der Einsatzzentrale verbunden. "Der eine Mann kann im Notfall nicht rausfahren. Er ist uns wichtiger im Einsatz auf der Straße", stelle Fuchs klar. Hier wolle man die maximale Präsenz. Der Experte ging auch auf die Droge Crystal. Man sei längst über eine Lokalisierung im Grenzbereich hinweg.

Auch das Flüchtlingsproblem beschäftigt die Polizei. Hier gelte es vor allem, Objekte zu überwachen. Auf die Frage eines Jugendlichen zu den sozialen Netzwerken antwortete Fuchs, dass dies ein weiteres Problemfeld sei. Die Direktion habe hierfür drei Beamte abgestellt, die von anderen Bereichen abgezogen werden mussten. Fuchs: "Alles zusammengenommen stellt das einen hohen Aufwand dar. Da ist meine Botschaft an die Politik, tätig zu werden, wenn das alles zur Zufriedenheit der Bevölkerung bewältigt werden muss."
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