Marktrat unterstützt Feuerwehr
Altes Auto bringt neue Kamera

Politik
Leuchtenberg
12.07.2016
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Die Feuerwehr Leuchtenberg beantragt eine Wärmebildkamera für 4500 Euro. Der Freistaat fördert diese noch heuer mit 50 Prozent. Für die Restsumme von 2250 Euro findet der Marktrat nach langer Debatte eine Lösung. Wenn es so weitergeht, bleibt der Wehr sogar noch Geld übrig.

In ihrem Antrag gingen die Brandschützer auf eine "Steigerung der Einsatzkraft und Sicherheit der Atemschutzgruppe" ein. Sie führten dabei auch mögliche Einsatzobjekte wie die Schule oder den Kindergarten an.

VG-Kämmerer Ludwig Gürtler erklärte, dass der Betrag nicht im jährlichen Feuerwehrbudget im Haushalt enthalten ist. Demnach bekommt jede der fünf Wehren 1000 Euro für Anschaffungen zur Verfügung gestellt. Zweiter Bürgermeister Karl Liegl schlug vor, den Verkaufserlös für das alte Fahrzeug LF8 für die Finanzierung zu verwenden. Den Rest könnte die Feuerwehr aus Eigenkapitel oder Spenden tragen. Er schätzte, dass das Fahrzeug 1000 bis 1500 Euro bringe.

Verschiedene Vorschläge


Josef Zitzmann meinte, dass man auch aus dem Budget der anderen Feuerwehren je 200 Euro abzweigen könnte, weil die Kamera von der Gemeinde angeschafft und für alle Feuerwehren sei. "Wir brauchen sie nicht in Michldorf", entgegnete Dominik Adam. Gerd Scharff, zugleich zweiter Kommandant der Wehr, monierte, dass in der Normbestückung des neuen Feuerwehrautos "all möglicher Krampf" enthalten sei. Nicht aber so eine für den Atemschutz wichtige Kamera.

"Wir verkaufen das Auto, die Gemeinde zahlt 500 Euro dazu und wir decken den Rest", schlug Scharff vor. Allerdings sei das Auto Eigentum des Markts, erklärte Bürgermeister Anton Kappl. "Wir würden es ja nur im Internet für die Gemeinde bewerkstelligen", entgegnete Scharff.

Schließlich nahm das Gremium einstimmig den Vorschlag des Rathauschefs an: Die Gemeinde verkauft das alte Fahrzeug, schafft die Wärmebildkamera an und gibt hierfür einen Fixbetrag von 1000 Euro. Dadurch blieben nach Abzug der Förderung für die Feuerwehr noch 1250 Euro, die diese mit Spenden ausgleicht. Spontan kam in der Sitzung schon eine erste Geldzusage. Marktrat Hermann Gebhardt sicherte 500 Euro zu.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschuss, Bernhard Kammerer, legte den Prüfbericht für 2014 vor. Schwerpunkt war die neue Abwasseranlage. Hier sei man zu keinem nachvollziehbaren Ergebnis gekommen, da wegen der Kürzung der Zuwendungen die Klärung mit dem Wasserwirtschaftsamt noch offen sei. Weiter wurde der Brennholzverkauf moniert. Es leuchte nicht ein, dass trotz der Menge nur ein minimaler Betrag übrigbleibe. Kammerer führte weiter den stark schwankenden Stromverbrauch der Grundschule an.

Homepage verbessern


Angenommen wurde der Antrag von Stefanie Schmiedl zur Errichtung eines Gartenhäuschens in Michldorf und der Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Erstaufforstung von Hans und Maria Winter für eine Christbaumkultur bei Lerau. Für die Neugestaltung des Internetauftritts legte der Bürgermeister ein Angebot der Firma "Manntau" aus Nabburg über 3427 Euro vor. Dem stimmten die Räte zu. Zugleich gibt es für die Zuarbeitung mit Kappl, Wolfgang Härtl, Dominik Adam und Gerlinde Janker eine Arbeitsgruppe.

15,50 Euro für Quadratmeter

Leuchtenberg. (fz) Die erste Fixzahl steht bezüglich des neuen Baugebiets "Am Pfarrhäusl" mit 16 Bauparzellen. Bürgermeister Anton Kappl gab in der Marktratssitzung bekannt, dass die Erschließung mit Kanal, Wasser und Straße durch die Firma Seebauer abgeschlossen ist und die offizielle Übergabe am Mittwoch, 20. Juli, erfolgt. Einen Betrag konnte der Rathauschef schon nennen. Der Grundstückpreis für den Quadratmeter beläuft sich auf 15,50 Euro. Dazu würden noch die anteiligen Erschließungskosten kommen. Diese könnten noch nicht konkret beziffert werden, weil erst die Endabrechnung der Erschließung vorliegen müsse.



Im BlickpunktKriegsbeil begraben

Leuchtenberg. (fz) In der Marktratssitzung am 25. April gab es einen heftiges Wortgefecht (wir berichteten). Josef Zitzmann (SPD) monierte "den mangelhaften Informationsfluss" durch Bürgermeister Anton Kappl. "Du lügst", konterte der Rathauschef. Er würde alle Räte immer durch E-Mails auf dem laufenden Stand halten. Danach verließ Zitzmann den Saal.

In der Montagssitzung ging der SPD-Rat nochmals darauf ein. Er stellte fest, dass er sich unzureichend informiert sah und diese Feststellung keine Lüge sei. Diese Aussage stimme nicht, entgegnete Kappl: "In den zwölf Jahren vor meiner Zeit hat die CSU keine Informationen außer der Sitzungseinladungen erhalten. Wenn wir etwas wissen wollten, dann nur auf Nachfrage. Du warst wohl näher dran und hast alle Internas gewusst." Nun erhalte Zitzmann die gleichen Informationen, "die wir vorher nie gekriegt haben". Der Begriff "Lüge" tue dem Rathauschef aber leid. Damit begruben beide das Kriegsbeil.
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