Neues Baugebiet für Leuchtenberg
Spatenstich am „Pfarrhäusl“

Die Verantwortlichen haben den Spatenstich für das neue Baugebiet "Am Pfarrhäusl" vollzogen. Bild: fz
Politik
Leuchtenberg
19.03.2016
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Nach Jahrzehnten gibt es in Leuchtenberg wieder Bauplätze. Die Nachfrage war groß, das Angebot gering. Dem ist nun nicht mehr so. "Leben in der Natur - mit der Natur" nach diesem Motto bietet die Gemeinde attraktives Bauland an.

Der Spatenstich für das neue Baugebiet "Am Pfarrhäusl" ließ die Probleme im Vorfeld vergessen. Das Areal, 2005 von der CSU im Gemeinderat angeleiert, siechte lange Zeit dahin. Die Gründe waren der Denkmalschutz, dann das Problem "Kirchengrund" und dazu kein Drang, in die Zukunft zu investieren.

16 Bauparzellen


Im Vorfeld seiner Wahl vor zwei Jahren machte Bürgermeister Anton Kappl deutlich, dass ihn die Bürger an der Verwirklichung messen können. Der Gemeindechef ackerte das Unternehmen "Pfarrhäusl" dementsprechend durch. Da galt es erst einmal, mit der Kirche als Grundstückbesitzerin in Einklang zu kommen. Zudem musste man mit der Landkreisbehörde verhandeln, weil man sich im Naturpark befindet.

Das Modell für die 16 Bauplätze, halb Erwerb und halb Erbpacht, war vorher nicht vorstellbar. Kappl übersprang im Verbund mit Pfarrer Moses Gudapati Hürden bei der Diözese in Regensburg. So stehen nun acht Bauplätze zum Verkauf und acht auf Erbpacht.

Der Spatenstich für das Baugebiet setzte beim Gemeindechef Emotionen frei. Das Büro Schönberger in Tännesberg und auch die Zwick-Ingenieure in Weiden ließ der Gemeindechef nicht außen vor beim ersten Spatenstich für die Pfarrhäusl-Erschließung, denn die hatten das Feld geebnet. "Brutal wichtig für Leuchtenberg", sagte Kappl, denn junge Leuchtenberger müssen sich nun nicht mehr Bauland in anderen Gemeinden suchen.

Der Aspekt, dass zusätzlich Familien nach Leuchtenberg kommen, sei natürlich ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Das wäre ein Baustein zur Sicherung von Kindergarten und Grundschule. Wie vom neuen VG-Geschäftsleiter Marc Rupprecht zu erfahren war, soll bereits in den nächsten Tagen der erste Bauplan eingereicht werden.

Bis zu 900 Quadratmeter


Die Erschließung für das Baugebiet wurde nach erfolgter Ausschreibung an die Firma Seebauer und Schwarzhofen vergeben. Wie Günther Schwab vom Büro Zwick-Ingenieure in Weiden berichtet, werden 382 Meter Kanal und 209 Meter Wasserleitung verlegt. Zudem wird die Lückenriether Straße auf 50 Meter ausgebaut und zwischen den Parzellen zusätzliche 218 Meter Straße gebaut. Jeder Bauplatz erhält fürs Internet Glasfaser ins Haus.

Die Parzellen selbst haben zwischen 500 Quadratmeter und 900 Quadratmeter. Der Bürgermeister beziffert die Gesamtkosten für Erschließung und Grundstückskauf auf 480 000 Euro. Helmut Seebauer, Chef der Baufirma, ist sicher, dass bis Ende Mai die Erschließung abgeschlossen ist.
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