14 neue Ehrenamtliche und ein Fahrzeug für Leuchtenberg
Schnelle Helfer vor Ort

Vertreter des BRK-Kreisverbands Weiden und Neustadt haben die Leuchtenberger Helfer vor Ort (hinten, in Einsatzkleidung) offiziell in Dienst gestellt. Bilder: fz (2)
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Leuchtenberg
15.03.2016
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Pfarrer Moses Gudapati segnete das Helfer-vor-Ort-Einsatzfahrzeug.

Es gibt eine neue Ersthilfeeinrichtung in Leuchtenberg. Es sind die 14 Helfer vor Ort (HvO), eine Ortsgruppe des Kreisverbands Weiden und Neustadt im Bayerischen Roten Kreuz. Man rechnet mit 100 Einsätzen pro Jahr.

Was im BRK-Kreisverband Rang und Namen hat, war ins Gasthaus Kappl nach Wieselrieth gekommen, um die HvO-Ortsgruppe zu installieren und ihr ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Autobahn A 6, für die die Leuchtenberger HvO in Zukunft auf 15 Kilometern von den Anschlussstellen Wernberg-Ost bis Vohenstrauß-West zuständig sind, und die unfallträchtige Bundesstraße 22, die sich auch knapp 10 Kilometer durch das Gebiet des Markts zieht.

Sanitätsausbildung


Initiator der HvO in der Gemeinde war stellvertretender Bereitschaftsleiter der BRK-Bereitschaftsleitung Vohenstrauß, Christian Messer, der mit den Leuchtenbergern Wolfgang Gollwitzer und Frederic Dirnberger die Aufbauarbeit geleistet hatte. Die 14 Ehrenamtlichen haben die erforderliche Sanitätsausbildung erfolgreich absolviert.

Das Dienst- und Einsatzfahrzeug für die Helfer ist ein Ford Focus, den die HvO in Grafenwöhr nicht mehr benötigten, weil sie durch Spenden einen neuen Wagen bekamen. Es ist wohl unmöglich, mit einem Privatfahrzeug bei einem Unfall auf der Autobahn zum Geschehen zu kommen, resümierte Messer. Der HvO wird gleichzeitig bei einem Notfall im Ortsgebiet mit dem Rettungsdienst durch die Integrierte Leitstelle (ILS) alarmiert. Zur Zeit wird der Dienst an Wochentagen von 18 bis 6 Uhr und von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, besetzt. Unter der Woche auch tagsüber, wenn die Leute nicht in der Arbeit sind. Messer hob heraus, dass die 14 Helfer diese Aufgabe ehrenamtlich und ohne Vergütung machen.

Respekt der Notärzte


Aus berufenem Munde als langjähriger Notarzt kam die Einschätzung von Dr, Rudolf Poschenrieder, zugleich stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender: "Die Zeit zu füllen, bis professioneller Rettungsdienst vor Ort ist, erfordert viel Mut und das nötigt uns Notärzten Respekt ab." BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath stellte die Initiative von Messer zur Gründung der HvO ganz oben an.

Der Vater der HvO, Herbert Putzer von der Leitung der ILS-Nord-Oberpfalz, stellte heraus, dass sein Gedanke 1995 in Bayern belächelt wurde. "Helfen zu wollen, ist Auszeichnung, helfen zu können, ist Befriedigung", sagte der Leiter der Vohenstraußer Bereitschaft, Johann Ram, zu den Ersthelfern. Bürgermeister Anton Kappl war "total stolz, dass sich 14 Bürger hervortun, um helfen zu können". Er merkte dazu an, dass sich mit der Verlagerung der Rettungswache von Vohenstrauß nach Lohma der Weg ins Gemeindegebiet verlängert habe und somit die Bedeutung der HvO gestiegen sei.

14 HelferDie neuen Helfer vor Ort in Leuchtenberg sind Markus Kölbl, Evelyn Zwack, Belinda Woldrich, Uli Pausch (Leuchtenberg), Harald Dirnberger, Frederic Dirnberger, Markus Tretter, Marco Gruber, Sandra Hulin, Tamara Punzmann, Julia Bayerl (Michldorf), Wolfgang Gollwitzer, Carolin Bodensteiner (Wittschau), Johannes Rupprecht (Unternankau). (fz)
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