Aki wieder daheim in Lückenrieth
Polizei beschlagnahmt Labrador

Aki (rechts) in seinem Außenzwinger. Das Bild stammt von der Nachbarin, die dieses Zuhause als unwürdig empfindet und sich nun womöglich wegen Diebstahl des Hundes verantworten muss. Bild: hfz
Vermischtes
Leuchtenberg
10.11.2016
1975
0

Der rechtmäßige Besitzer von Labrador Aki atmet auf: "Gott sei Dank ist er wieder da. Sie können sich nicht vorstellen, was meine Frau und ich seelisch zuletzt durchgestanden haben." Seit 14. Oktober war der Hund bei einer Nachbarin, die ihn nach eigener Aussage vor Lieblosigkeit und Vernachlässigung bewahrt hat. "Seitdem waren Aki und ich wie Bonnie und Clyde auf der Flucht", schluchzt sie unter Tränen.

Am Mittwochabend ging diese Flucht zu Ende. Polizisten beschlagnahmten den Hund und brachten ihn zurück zu seinen Eigentümern nach Lückenrieth. Was nun mit der Frau passiert, die Aki unter ihre Obhut nahm und verhindern wollte, dass er wieder bei dem Ehepaar lebt, dem er gehört, ist offen. Die "Befreierin" spricht von Unterschlagung. "Ich habe den Hund nicht gestohlen. Er ist zu mir ans Auto gekommen." Der Besitzer sieht das anders. "Ich habe der Frau drei oder vier Mal angeboten, dass ich alles zurückziehe, wenn ich nur Aki wiederbekomme." So aber bleibt es bei Anzeigen. Nach bisherigem Stand stehen Diebstahl, üble Nachrede und ein Verstoß gegen den Tierschutz im Raum. Nach Angaben der Frau hätten Polizei und Staatsanwaltschaft eingewilligt, dass der Hund bis zur Klärung der Situation an einem geheimen Ort bleiben kann und nochmal von einer Weidener Tierärztin untersucht werden sollte.

Was dann geschah, beschreibt die Nachbarin so: "Ich parkte das Auto, mit dem Hund in einer Parallelstraße und nahm ihn vorsichtshalber nicht mit. Ich wollte erstmal die Meinung der Tierärztin hören. Sie meinte, dass es schwierig sei, etwas zu erreichen, da es legal sei, einen Hund so zu halten, aber dass sie ihn sehen müsse, um Zeichen, wie die von mir beschriebenen Liegestellen oder auffälliges Verhalten durch fehlenden Sozialkontakt zu begutachten. Ich willigte ein und nahm sie mit zum Auto. Dort wartete schon die von ihr verständigte Polizei."

Nun ist Aki wieder zu Hause. Dort ist sein Herrchen überglücklich. Aki soll nun nicht mehr in den Zwinger, "damit ihn nicht noch mal jemand wegnimmt". Der Labrador kommt ins Wohnhaus zu den anderen beiden Hunden des Paars, um die Vierbeiner, darunter zwei Rüden, aneinander zu gewöhnen. Die hätten es dort nicht schlecht versichert der Ehemann: "Ich habe seit meinem 10. Lebensjahr Tiere. Ich könnte keinem etwas zuleide tun."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.