Aus für Doppelmasten
Bayernwerk AG investiert zwei Millionen Euro in 15 neue Masten

Zwei Millionen Euro lässt sich die Eon-Tochter Bayernwerk die Modernisierung der Hochspannungsleitung zwischen Weiden und Reisach kosten. Im Pfreimdtal bei Döllnitz wird der 1954 errichtete Doppelmast abgebaut und durch nur noch einen Masten ersetzt. Bild: sl
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Leuchtenberg
22.12.2015
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Seit September laufen die Arbeiten für die Hochspannungsleitung Reisach-Weiden. Zwei Millionen Euro investiert die Bayernwerk AG in 15 neue Masten.

Wie einst in den 50er Jahren sicherte sich auch jetzt eine österreichische Firma den Auftrag. Damals wurde das Wasserkraftwerk in Tanzmühle mit dem Hochspeicher errichtet. Für den Stromtransport war die Leitung erforderlich. Beim Bau eines Doppelmastens in Döllnitz, der nun weichen muss, passierte ein schweres Unglück. Ein Arbeiter stürzte in die Tiefe und starb. Mittlerweile führt der Premiumwanderweg Goldsteig an den Masten vorbei durchs Pfreimdtal.

Laut Bayernwerk Regensburg sollen die Arbeiten im Januar 2016 abgeschlossen werden. Um mit Stabilität und Belastbarkeit den modernen Eislastanforderungen zu entsprechen, werden die alten Masten aus dem Jahr 1954 ersetzt. Das Bayernwerk hat meteorologische Erkenntnisse und die Erfahrungen der Stromnetzbetreiber Ende 2007 erstmals in einer deutschlandweiten Eislastzonenkarte zusammengefasst. In dieser Karte werden vier verschiedene Eislastzonen für Deutschland ausgewiesen.

Diese dokumentieren, dass bei Nassschneebedingungen unterschiedlich starke Schnee- und Eisansammlungen an den Stromleitungen auftreten können. Auf Basis dieser Zahlen finden seit mehreren Jahren bundesweit Netzverstärkungsmaßnahmen statt.

Auch die Stahlgittermasten des Bayernwerks wurden unter Einbindung unabhängiger Gutachter und unter Annahme extremer Witterungsbedingungen einer Analyse unterzogen. Folge ist ein Konzept für stärkere Masten, das der neuen Norm gerecht wird.
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