Hegegemeinschaft Leuchtenberg
Verbiss noch zu hoch

Vermischtes
Leuchtenberg
23.03.2016
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Wieselrieth. Zu hohe Kosten von 20 Euro für die Fleischbeschau bei geschossenem Wild, ein vertretbarer Abschussplan beim Rehwild und ein guter Weg bei der Waldverjüngung waren Hauptthemen der Hegeringversammlung im Gasthaus Kappl. Die Hegegemeinschaft Leuchtenberg umfasst die Jagdgenossenschaften Leuchtenberg, Waldau, Oberlind, Döllnitz, Lerau, Kaimling und Roggenstein mit zwölf Jagdrevieren. Vorsitzender ist Josef Gollwitzer aus Wittschau.

Die hohen Kosten für die Fleischbeschau müssten reduziert werden, weil sonst das Wild nicht mehr zu vermarkten sei, meinte Gollwitzer. Beim Dreijahresabschussplan liegt die Hegegemeinschaft "im absolut grünen Bereich". Der Vorsitzende sprach sich darum für das Beibehalten der Abschusszahlen aus, sie sollten keinesfalls erhöht werden.

Er berichtete weiter über technische Neuerungen und Genehmigungen. Hinsichtlich der Nachtsichtverstärker gebe es nichts neues, sie seien weiterhin nicht genehmigt. Schalldämpfer seien dagegen erlaubt. Gollwitzer ging außerdem auf das Verhalten von Wildschweinen und deren Jagd ein. "Erfolgreiche Schwarzwildjagd ist immer eine gute Zusammenarbeit der Jäger mit der Forst- und Landwirtschaft." Der Hegeringleiter verwies abschließend auf die Hegeschau am Sonntag, 10. April, im Gasthaus Moll in Waidhaus.

Forstamtmann Albert Urban von der Forstdienststelle Irchenrieth stellte das Vegetationsgutachten zur Waldverjüngung 2015 vor. In den vergangenen Jahren sei der Verbiss in Leuchtenberg mehrmals als zu hoch eingestuft worden. 2012 lag er im grünen Bereich, im vergangenen Jahr sei es damit wieder etwas schlechter gewesen. Bereits 2009 hatte er angemahnt, dass der Verbiss zwar rückläufig, aber diese Belastung immer noch zu hoch ist. Jedoch sei für ihn seit 2012 eine Art Trendwende gekommen. "Wir sind auf einem guten Weg, bleibt auf diesem", sagte Urban.

Im Vergleich zu den zurückliegenden Jahrzehnten, in denen sich die bejagbare Fläche durch viele Versiegelungen und den Straßenbau reduzierte, wurde trotz des Flächenverlustes ein höherer Abschuss festgestellt. Das sei eine gute Entwicklung für eine erfolgreiche Vegetation.
Wir sind auf einem guten Weg, bleibt auf diesem.Forstamtmann Albert Urban zum Thema Verbiss
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