Jagdgenossen Leuchtenberg spenden 1000 Euro für Feuerwehrwagen
Freilaufende Hunde bereiten Probleme

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Leuchtenberg
19.03.2016
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1000 Euro für den Mannschaftswagen der Feuerwehr und 200 Euro für den Kirchenchor, damit waren fast alle Jagdgenossen einverstanden. Die Jagdgenossenschaft Leuchtenberg erfüllte so einige Wünsche mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen von 26 Anwesenden.

Unterstützung für Chor


Jagdvorsteher Karl Humbs stellte heraus, das die Leuchtenberger Wehr den Mannschaftswagen selbst gekauft habe, dies allen diene und der Kirchenchor sowieso "für Gottes Lohne singt". Die Sänger benötigen Material, vor allem Notenblätter und Gesangsbücher. Humbs lobte die Landwirte, da ohne großen Aufwand und den Austausch untereinander die Wildschäden einvernehmlich geklärt werden.

Das größte Problem für Jäger und Landwirte sind nach wie vor die Wildschweine. "Aber wir haben es im Griff, denn die Jäger sind Tag und Nacht unterwegs, besonders unser Jungjäger," sagte Humbs. Er monierte die Wildschutzzäune, die nicht abgebaut werden, und das leidige Thema der freilaufenden Hunde.

Nachdem die Frage aufgekommen war, doch Geld für den Wegebau herzunehmen, entgegnete Humbs, dass 1997/98 und 2002/03 von der Jagdgenossenschaft die Kosten für Wege übernommen wurden. Leider hielten die nicht lange, bedingt durch die übergroßen landwirtschaftlichen Geräte, da die Wege für kleinere Fahrzeuge gebaut wurden und daher nicht standhalten.

Grünstreifen anlegen


Fünf Wildschweine, neun Füchse, zwei Dachse, drei Graureiher und zehn Stockenten wurden geschossen, erklärte Jagdpächter Helmut Paulin. "Da Wildschweine hochintelligent sind, ist es schwierig, sie zu erlegen." Paulin appellierte an die Landwirte, beim Maisanbau auch einen Grünstreifen mit anzulegen und einen Tag vor dem Mähen die Jäger zu verständigen. Die Hundebesitzer sollten ihre Tiere an der Leine führen, wünschte sich Paulin.

Hans Beer nannte einen aktuellen Kassenstand von rund 7161 Euro. Unter den Ausgaben ist nicht nur die Auszahlung an die Jagdgenossen, sondern es wird jährlich die Musikkapelle zu Allerheiligen (175 Euro) bezahlt. Bei der Abstimmung über den Reinerlös der Jagdpacht stimmten 22 Jagdgenossen mit einer Fläche von 148,78 Hektar für Auszahlung und vier mit 12,40 Hektar waren dagegen. Im Zeitraum von sechs Monaten können die Jagdgenossen mit Angabe der neuen IBAN-Nummer ihren Antrag auf Überweisung stellen.

Bürgermeister Anton Kappl lobte das Engagement der Jagdgenossen. Er kritisierte auch die freilaufenden Hunde. Jeder, der in der Natur unterwegs ist, sollte die Hundebesitzer ansprechen und sie um Vernunft bitten.
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