Jagdgenossenschaft Lerau
Mit Kalk gegen Wildschweine

Für vier Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl aller Jagdgenossen ehrte die Jagdgenossenschaft Lerau Schriftführer Hans Winter (Dritter von rechts). Bild: hfz
Vermischtes
Leuchtenberg
26.03.2016
86
0

Die Jagdgenossenschaft Lerau ist mit dem Verlauf des vergangenen Jahres zufrieden. Die Verantwortlichen haben eine Möglichkeit gefunden, um die Schäden durch Wildschweine im Mais zu verhindern.

Wieselrieth. In der Versammlung im Gasthaus Kappl berichtete Jagdvorsteher Hermann Strigl über weitere erfolgreiche Maßnahmen zur Instandsetzung von Wirtschaftswegen im Jagdgebiet. Zugleich bat er die Jagdgenossen, im sanierungsbedürftige Wege zu melden.

Geld für Wegesanierung


Kassier Konrad Preßl informierte, dass 2015 für die Wegesanierung 609 Euro aufgewendet wurden. Bei der Abstimmung über die Verwendung des Reinertrags stimmten 16 Jagdgenossen mit einer Fläche von 320,49 Hektar für eine volle flächenanteilige Auszahlung, 10 Jagdgenossen mit 88,96 Hektar überlassen den ihnen zustehenden gesamten Jagdzins der Jagdkasse und 7 Jagdgenossen mit 162,42 Hektar stellen zwei Euro je Hektar für die Wegesanierung zur Verfügung.

Bürgermeister Anton Kappl betonte die sehr gute Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde, die wird wo es geht Instandsetzungsarbeiten der Jagdgenossenschaft an den gemeindlichen Wegen finanziell und personell unterstützen. Zum Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen gab Kappl bekannt, dass zurzeit nichts Aktuelles vorliegt. "Es gibt neue Regularien. Sobald es eine neue Einwicklung gibt, werden wir das sofort gemeinsam besprechen", sagte der Gemeindechef.

Jagdpächter Josef Gollwitzer berichtete mit für die zwei weiteren Pächter Josef Hartwig und Konrad Ram, dass beim Rehwildabschuss alles passt. Er dankte auch im Namen seiner Kollegen für die gute Zusammenarbeit. Beim Rehwildabschuss passte alles. 11 Wildschweine und 17 Füchse wurde erlegt. Gollwitzer ging noch auf die von ihm verteilte Information zum Einsatz von Schwefel-Linsen zur Unterfußdüngung im Mai ein. Die Vorlage wurde eingehend diskutiert und als Möglichkeit angesehen, die Schäden durch Wildschweine im Mais zu verhindern und gleichzeitig den Schwefelbedarf der Pflanzen zu decken. Ebenso hatte ein Landwirt festgestellt, dass die Düngung mit Kalkstickstoff eine Vergrämung der Schwarzkittel bewirke.

Förster Albert Urban stellte das Vegetationsgutachten vor. 2009 lag das Gebiet der Jagdgenossenschaft noch im roten, ist aber seit 2012 im grünen Bereich. "Der Rehwildbestand ist tragbar, und darum kann der Abschussplan beibehalten werden." Strigl berichtete, dass 2017 wieder die Neuvergabe der Jagdbögen anstehe. Daraufhin wird die Begradigung des Jagdbogens eins an der Autobahn angesprochen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine solche Maßnahme sinnvoll sei und in einer Vorstandssitzung besprochen wird.

40 Jahre Schriftführer


Abschließend ehrte Strigl Hans Winter, der seit 40 Jahren Schriftführer der Jagdgenossenschaft ist. "Er hat dieses Amt seither zu aller Zufriedenheit erfüllt. Er bringt seinen Sachverstand in landwirtschaftlichen und rechtlichen Bereich aus seiner Funktion als Geschäftsführer im Bayerischen Bauernverband in der Vorstandschaft stets ein", sagte der Jagdvorsteher.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.