Kräuterführungen als neue Attraktion auf Burg Leuchtenberg
Katzenminze und Natternkopf

Im neuen Kräutergarten erläuterte Mathilde Müllner (zweite von links) die Pflanzenkombination, die zum Großteil aus Wildpflanzen und aus Naturkräutern besteht. Bürgermeister Anton Kappl (dritter von links) sprach von einer neuen Attraktion und hob dabei das Engagement von Burgwartin Rita Lingl (rechts) heraus. Bild: fz
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Leuchtenberg
23.07.2016
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In die größte Burgruine der Oberpfalz kehrt Leben ein. Nach dem kulturellen Leben mit den Burgfestspielen kommt jetzt "Kräuterleben" hinzu.

Eine neue Welt erschließt sich für die Besucher der Burg. Es ist eine "Kräuterwelt", die in die fast 1000-jährigen Gemäuer eingekehrt ist. Ab jetzt kann Burgwartin Rita Lingl neben historischen Führungen durch die Gemäuer auch Kräuterführungen vornehmen, oder die Besucher begeben sich selbst auf Entdeckungsreise. Lingl ist Vorsitzende des Fördervereins Burg Leuchtenberg.

Kräuterwelt angelegt


In der Burg wächst so einiges an Büschen und Stauden wie Weißdorn, Holunder, Hagebutte oder Spitzwegerich. Die Idee des Fördervereins war, die seltenen Stauden oder auch Bäume Burgbesuchern näher zu bringen.

Durch die Pflegemaßnahmen hatte man bereits engen Kontakt zum Naturpark "Nördlicher Oberpfälzer Wald". Mit dem haben sich dann die Verantwortlichen in Verbindung gesetzt. Diplom-Biologin Mathilde Müllner vom Naturpark kam auf die Burg und auf die Idee, eine Kräuterwelt anzulegen oder auch selbst entstehen zu lassen. Wenn man aufmerksam durch das Areal geht, findet man jede Menge Pflanzen und Kräuter. Dazu gehören Wildpflanzen, die schon immer da waren wie die für Leuchtenberg typische Schwarze Königskerze, die Katzenminze als burgtypische Pflanze und vor allen der Natternkopf als Hummel- und Bienenpflanze. In Leuchtenberg reichlich ist dieser vorhanden, in anderen Burgruinen gar nicht mehr.

In vielen Ecken, auf Mauern oder an Mauersockeln und Steinen wachsen diese. Sie fallen nicht mehr der Motorsense zum Opfer, sondern dürfen sich weiter vermehren und blühen. So wird der Lebensraum Burg Rückzugsort für die Pflanzen und dies will man darstellen. Komprimiert geschieht dies im Endstück vom Wehrgang, dem sogenannten Efeugarten. Diesen hat man in einen Kräutergarten umgestaltet.

Bunte Kombination


"Wir haben Wildpflanzen genommen, die schon da waren, aber auch mediterrane Kräuter wie sie auf Burgen als Mitbringsel von Kreuzzügen zu finden sind. Dann haben wir alles mit Naturkräutern aus dem Garten kombiniert", erzählte Müllner beim Rundgang, bei dem sie die Vielfalt und die Idee Bürgermeister Anton Kappl erläuterte. Das alles geschah in Abstimmung mit dem Staatlichen Hochbauamt, das die sicherheitstechnischen Voraussetzungen wie das Geländer angebracht hat.

Der Rathauschef sprach von einer neuen Attraktion, mit der die Burg aufwarten kann. Zugleich stelle dies sicherlich eine gute Komponente zu dem angedachten Projekt "Museum Burg" dar, über das schon mit Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl gesprochen wurde (wir berichteten). Kappl stellte fest, dass dies ein weiterer Beweis sei, wie sehr sich Lingl und auch der Förderverein für die Burg engagieren.
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