Leuchtenberg spricht sich gegen Konzentrationsflächen für Windräder aus
Gegenwind für Wernberg

Wittschau und Preppach weiter zu belasten, ist nicht tragbar.
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Leuchtenberg
23.12.2015
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Der Markt Wernberg weist vier Konzentrationszonen für Windräder aus. Leuchtenberg ist damit nicht einverstanden.

"Wenn die Wernberger Flächennutzungsplan-Änderung genehmigt werden sollte, dann hebelt die Nachbarkommune die 10-H-Regelung aus, weil sie per Bebauungsplan dann Baurecht schaffen kann", erläuterte Bürgermeister Anton Kappl in der Marktratssitzung. Bestehen bleibe jedoch die Abstandsregelung über die Gemeindegrenze hinaus, also zu den Ortsteilen Wittschau und Preppach.

Das Gremium stimmt den drei Konzentrationsflächen, die an das Leuchtenberger Gebiet angrenzen, nicht zu. In der Begründung wird auf eine 2,6 Kilometer Entfernung der Potenzialfläche zur denkmalgeschützten Burg Leuchtenberg und deren überregionale und kulturelle Bedeutung verwiesen. Deshalb lege die Gemeinde Wert auf die Einhaltung von Schutzzonen rund um die Burg in einem Gürtel von fünf Kilometern. Auch die Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege ist erwähnt.

Autobahn große Belastung


Da sich die Konzentrationsfläche auf gleicher Höhe wie die Burg befindet, "wäre das praktisch Augenhöhe und eine klare Nichtverträglichkeit". Herausgehoben wird auch die schon jetzt hohe Belastung von Wittschau und Preppach durch die Autobahn, die zwischen beiden Orten durchführt. "Dies Orte weiter zu belasten, ist nicht tragbar", erklärte der Bürgermeister.

Das Baugebiet "Am Pfarrhäusl" mit 16 Bauplätzen wird im ersten Halbjahr 2016 erschlossen (Straße, Wasserver- und Abwasserentsorgung). Den Auftrag vergab der Marktrat an die Firma Seebauer für 375 910 Euro. In der Ausschreibung, an der sich 15 Bieter beteiligten, hatte die Firma aus Schwarzhofen das wirtschaftlichste Angebot eingereicht. Das höchste Gebot lag bei 548 000 Euro. Bei der Planung ging man von 460 000 Euro aus. Die Erschließungsstraße heißt künftig "Am Pfarrhäusl".

"Unsere Frauen waschen zu viel", scherzte Kappl, als er von einem zu hohem Phosphat-Wert in der Abwasseranlage berichtete. Dieser würde die Abwasserabgabe erhöhen. "Es gibt Zusätze, die diesen Wert senken können, und um die beizumischen, braucht man eine kleine Dosierungsanlage." Die Kosten dafür betragen 14 300 Euro.

Baue die Gemeinde eine solche ein, erhalte sie bis zu dieser Höhe Abwasserabgaben aus den vergangenen drei Jahren zurück. "Da ist die Investition kostenneutral und das Gute ist, dass sich die jährliche Abwasserabgabe dadurch reduziert." Bezüglich der in der vergangenen Sitzung neu festgelegten Abwassergebühren forderte Rainer Schmeidl, dass die Verwaltung vorlegen soll, auf welchen Tatsachen die Kürzung der Förderung für den Bau der Kläranlage um 250 000 Euro beruhe. Zugleich solle begründet werden, wie die Mehrkosten von 100 000 Euro zustande kam.

Zum Schluss der Sitzung dankte CSU-Sprecher Wolfgang Härtl dem Bürgermeister für dessen gut Arbeit in diesem Jahr, in dem man viel bewegt habe und mit der Vergabe des Neubaugebiets zugleich einen guten Abschluss habe. Kappl hob ganz besonders seinen Stellvertreter Karl Liegl heraus, der ihm bei Außenterminen und Bauangelegenheiten viel Arbeit abnehme.
Wittschau und Preppach weiter zu belasten, ist nicht tragbar.Bürgermeister Anton Kappl
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