Offensive für mehr Mitglieder
Reservisten müssen kämpfen

Kreisvorsitzender Richard Berger (von rechts) ernannte Dieter Mirus zum Ehrenvorsitzenden. Bezirks-Chef Horst Embacher und SRK-Vorsitzender Walter Imbs gratulieren. Bild: sl
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Leuchtenberg
08.03.2016
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Die Reservisten müssen kämpfen: gegen die Folgen des demografischen Wandels. Ein Ortsverband im Bayerischen Soldatenbund, Kreisverband Vohenstrauß, macht's vor.

Döllnitz. Eine besondere Ehre erfuhr Dieter Mirus in der Frühjahrskreisversammlung des Bayerischen Soldatenbunds (BSB): Im Schützenhaus Döllnitz wurde er zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. 15 Jahre lang habe Mirus als Kreisvorsitzender hervorragende Arbeit, lobte sein Nachfolger, Stabsfeldwebel a.D. Richard Berger. "Wir können auf dein Wissen und deine Erfahrung zählen." Berger und Bezirksvorsitzender Horst Embacher überreichten dem Ausgezeichneten die Urkunde. Dieser dankte für 15 Jahre Loyalität und gute Zusammenarbeit. Und: "Ich glaube, ich habe auch einen guten Nachfolger gefunden."

Neuer Chef, neuer Schwung


Nach dem Wahlspruch "In Treue fest" hatte Berger die Versammlung. Vorsitzender Walter Imbs von der gastgebenden Soldaten- und Reservistenkameradschaft Döllnitz zeigte sich erfreut über die vielen Teilnehmer. Kameradschaften, die dem demografischen Wandel ausgesetzt sind, hätten mit dem Fortbestand zu kämpfen, stellte der Kreisvorsitzende fest. Als Beispiel, wie es auch weitergehen kann, nannte er die Kameradschaft Großenschwand, die mit einem neuen Vorsitzenden wieder aktiv sei. Es gelte, Mitglieder zu werben. Jeder sei beim BSB willkommen. Sein Bestreben sei die Zusammenarbeit mit den Dachverbänden, erklärte Berger: Auch wenn sie unterschiedlich seien, so hätten sie doch alle die gleichen Ziele. So habe er Gespräche mit dem Landeskommando geführt.

Höhepunkt 2015 sei das Kreiskriegertreffen mit Jubiläum in Waidhaus gewesen. Berger wünschte sich, dass jede Ortskameradschaft (OK) den Kreisverband zur Generalversammlung einlädt. Auch solle jede OK bei der Mitgliederverwaltung in Zukunft auf EDV umstellen. Der Verband benötige einen Datenschutzbeauftragten. Wer das Amt übernehmen will, soll sich beim Vorsitzenden melden.

Zu wenig Frauen


Für den verhinderten Kassier Max Kick berichtete Josef Kreisl über ein Plus. Es fehle der Nachwuchs, beklagte Kreisreservistensprecher Josef Roderer. Junge Leute zu begeistern, sei nicht einfach. Bezirksvorsitzender Horst Embacher bedauerte, dass es zu wenig Frauen in den Reihen der Mitglieder gebe. Positives Beispiel sei der Kreisverband Kötzting mit einer Frau an der Spitze. Durch persönliches Ansprechen könnten Mitglieder gewonnen werden, empfahl Embacher. Schließlich gestalten die Ortskameradschaften das Kulturleben in den Gemeinden mit. Bevor OK ganz verschwinden, sollten sie sich mit anderen zusammenschließen.

Ein weiteres Thema sei der Umgang mit Böllern. Alle fünf Jahre sei hier der TÜV fällig. Kreisschießwart Josef Schreml bat um Meldung, da er einen Sammel-TÜV organisieren wolle. Zudem brauche er Informationen über das Anschießen. So seien alle Schützen versichert, und bei einem Schadensfall gebe es kein böses Erwachen. Weitere Infos auch auf der neuen Internetseite des Verbandes: www.bsb-1874.bayern

TermineDie Bezirksversammlung findet am 30. April in Sorghof statt mit anschließender Rundfahrt auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Am 23. Juli folgt der "Quirin-Marsch". Das Kreiskriegertreffen, ein militärisches Zeremoniell nach festgelegtem Protokoll, ist am 28. August in Vohenstrauß. Einstimmig wurde über das Kreiskriegertreffen 2017 in Großenschwand abgestimmt. Die Frühjahrskreisversammlung 2017 wird in Kleinschwand abgehalten. (sl)
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