Säureanschlag auf Kiosk
Unbekannter besprüht Verkaufshäuschen wahrscheinlich mit Buttersäure

Nach dem Anschlag auf den Kiosk auf der Burg Leuchtenberg - hier verkauft das LTO unter anderem Tickets für die Burgfestspiele - sicherte Polizeioberkommissar Jürgen Reinl am Dienstagnachmittag Spuren. Bild: dob
Vermischtes
Leuchtenberg
03.05.2016
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Als Burgwartin Rita Lingl am Sonntagvormittag die Burganlage aufgesperrt hatte und sich dem Kiosk näherte, hob es sie förmlich, so furchtbar hat es gestunken. Ihr wurde schlecht.

Tür, Türgriff und die Ausgabetheke des Verkaufshäuschens schimmerten rosa, ebenso das Holz. Ein Unbekannter hat das Gebäude wahrscheinlich mit Buttersäure besprüht. Die Polizei spricht von einem "Angriff der übelst stinkenden und nicht ungefährlichen Art".

Burgwartin Lingl bekam gesundheitliche Probleme und musste sich wegen Atemwegsbeschwerden und Lungenreizung in ärztliche Behandlung begeben. Sie kündigte am Dienstag an, sie werde Anzeige gegen Unbekannt wegen Körperverletzung stellen.

Proben genommen


Die Leuchtenbergerin glaubt nicht an einen Wolpererscherz. Sie kann sich gut vorstellen, wer hinter dem Anschlag steckt. Das Landestheater (LTO) hat Anzeige erstattet. Die ätzende und gesundheitsgefährliche Lösung hat die Oberfläche des Gebäudes stark in Mitleidenschaft gezogen. Lingl befürchtet, dass der Kiosk durch einen neuen ersetzt werden muss. Die ätzende Flüssigkeit habe sich regelrecht in das Holz hineingefressen.

Die Polizei hat Proben genommen und eingeschickt. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung wird in den nächsten Tagen erwartet. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise. Wer etwas zur Aufklärung beisteuern kann, soll sich mit der Inspektion Vohenstrauß unter der Telefonnummer 09651/92010 in Verbindung setzen.
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