Stiere auf der Flucht
Olé auf der Bundesstraße

Vermischtes
Leuchtenberg
21.03.2016
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Drei Stiere flüchteten am Freitagmorgen in Döllnitz vor der Verladung in einen Tiertransporter. Laut Polizei bestand Gefahr für Verkehrsteilnehmer auf der A 6 und der B 22.

Insgesamt sechs Stiere eines Landwirtes aus Döllnitz sollten gegen 4 Uhr zum Schlachten abgeholt und auf einen Tiertransporter geladen werden. Bei drei Tieren klappte dies, drei weitere allerdings waren mit ihrer letzten Fahrt offenbar nicht einverstanden. Sie scheuten sich davon: zwei in südliche Richtung, der schwerste Stier lief in Richtung Norden und damit in Richtung Autobahn und Bundesstraße. "Die beiden Stiere konnten während der Dämmerung lokalisiert und aufgrund der freien Felder relativ zügig durch einen von der Polizei beauftragten Jäger mittels eines Betäubungsgewehrs ruhig gestellt und um 8 Uhr eingefangen werden", heißt es im Polizeibericht.

Das Einfangen des dritten Stiers gestaltete sich allerdings schwieriger. Das Tier hatte sich in einem dicht bewachsenen Waldstück zwischen Autobahn und Bundesstraße versteckt. Weitere Feuerwehrkräfte wurden angefordert, die das Waldstück durchkämmten und den Stier fanden. "Durch das Dickicht war es jedoch sehr schwierig, einen gezielten Schuss mit dem Betäubungsgewehr abzugeben. Es waren mehrere Versuche nötig, bevor der Stier getroffen werden konnte. Der Stier war so aufgebracht, dass selbst zwei Treffer mit der Beruhigungsspritze nicht die gewünschte Wirkung zeigten. Das rund 900 Kilogramm schwere Tier verließ das Waldgebiet und bewegte sich zielstrebig in Richtung B 22."

Die Einsatzkräfte entschieden sich daraufhin für eine Totalsperrung. Im Einsatzbericht heißt es: "Trotz der Übermacht von Polizei, Feuerwehr und freiwilliger Helfer sah der Stier die Aussichtslosigkeit seiner Situation nicht ein und setzte sich der Gewahrsamnahme immer noch zur Wehr. Erst durch den Einsatz eines Traktors und des beherzten Eingreifens mehrerer Kräfte mit starken Seilen konnte der Stier auf einem Feld neben der B 22 fixiert und anschließend in den Stall zurücktransportiert werden."

Der Einsatz endete für die meisten Kräfte erst gegen 12.30 Uhr. Beteiligt waren neben der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Vohenstrauß die Feuerwehren aus Döllnitz, Leuchtenberg, Wittschau-Preppach, Woppenrieth, Lerau und Michldorf unter der Koordinierung von Kreisbrandinspektor Hans Rewitzer.
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