„Weder entführt noch befreit“
Neues von Labrador Aki aus Lückenrieth: Nachbarin erhebt Vorwürfe gegen Hundebesitzer

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Leuchtenberg
29.10.2016
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Jetzt spricht die, - ja was? - Diebin, Befreierin, Wohltäterin? Nach Berichten über den unter dubiosen Umständen verschwundenen Hund Aki aus Lückenrieth, meldet sich die Nachbarin des Besitzers zu Wort. Der Labrador sei bei ihr gewesen, sie habe ihn beim Tierarzt vorgeführt, und die Polizei wisse das. Dass die ihr mächtig Ärger machen könnte, sei ihr bewusst. Dennoch fordert sie unter Tränen: "Der Hund darf da nie wieder hin."

Die Frau, die neben dem Anwesen des Hundebesitzers Pferde hält, betont, dass sie Akis Zwinger nicht aufgebrochen und das Tier nicht gestohlen habe. Vielmehr habe ihr am Freitag vor zwei Wochen ihre Tochter mitgeteilt, dass Aki frei herumlaufe. Als die Frau mit dem Auto vorbeigekommen sei, sei Aki sofort zu ihr gesprungen und weiche ihr seitdem kaum von der Seite.

Verkauf nie beabsichtigt


Wo das Tier jetzt ist, will sie nicht sagen. Allerdings spricht sie über die Gründe, warum sie Aki in Obhut hat. Der Labrador sei mit seiner Mutter in dem Zwinger auf dem Nachbargrund gehalten worden. Die Mutter sei "elend verreckt". Seitdem gehe es Aki immer schlechter. Nachdem die Tochter der Besitzer, die sich um die Tiere gekümmert habe, verunglückt sei, würden die Tiere vernachlässigt. Dem widersprach das Veterinäramt beim Ortstermin. Es gebe keine Hinweise auf Misshandlung oder unangemessene Haltung. Die Nachbarin bestreitet nicht, dass der Hund nicht gefüttert werde, er habe jedoch nie seinen 90 Quadratmeter großen Verschlag verlassen dürfen. Sie habe ferner nie versucht, den Hund in Weiden zu verkaufen, sondern lediglich "einen guten Platz" für ihn gesucht.

Dass der Nachbar Aki mit auf die Jagd genommen habe, glauben die Frau und einige Unterstützer nicht. "Der Hund kennt kein Kommando, der war nie abgerichtet", sagt eine Freundin. Die Nachbarin hat inzwischen über ein Dutzend Unterschriften gesammelt und Handy-Videos gedreht. Das alles soll bezeugen, dass es Aki schlecht ergangen sei.

Saftige Strafe droht


Die Polizei, Akis rechtmäßige Besitzer und die Tierärzte des Landratsamts pochen dagegen auf geltendes Recht. Den Eigentümern sei kein Fehlverhalten vorzuwerfen. Sollte die Nachbarin Aki nicht rausrücken, könnte der Staatsanwalt schwere Geschütze auffahren. Im Raum stehen besonders schwerer Diebstahl, ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und üble Nachrede - ein Paket, in dem ein Haftbefehl stecken könnte.
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