Wo ist „Aki“?
Labrador aus Lückenrieth offenbar entführt statt befreit

Sein Besitzer will ihn zurück: Die Polizei bittet um Hinweise, wo sich Labrador "Aki" aufhält. Bild: hfz
Vermischtes
Leuchtenberg
27.10.2016
1260
0

Der Fall des vermissten Labradors "Aki" (wir berichteten) wächst sich zum Krimi aus. Wie die Polizei mitteilt, wurde der fast elf Jahre alte schwarze Rüde mit der auffälligen Warze am rechten Auge am Freitag vor zwei Wochen aus einem Zwinger in Lückenrieth gestohlen - offenbar aus falsch verstandener Tierliebe.

Noch am gleichen Abend haben drei Frauen den Hund zu einem Tierarzt in Wernberg-Köblitz gebracht. Der las den Chip des Tieres aus und vertraute darauf, dass die Frauen "Aki" seinem Besitzer zurückbringen. Das taten sie nicht.

Nach dem NT-Bericht vergangene Woche bekam die Polizei Vohenstrauß Hinweise, dass der Hund am Mittwoch in Weiden in einem Hotel in der Bahnhofstraße zum Kauf angeboten wurde. Die Anbieterin habe behauptet, den Hund aus verwahrlosten Zuständen gerettet zu haben. Parallel dazu, riefen Nutzer sozialer Medien dazu auf, den Hund nicht zu finden, damit er nicht zu seinem Eigentümer zurück muss.

Um Hintergründe aufzuklären, bat die Polizei das Veterinäramt des Landratsamts um Hilfe. Dort hat man auf NT-Nachfrage beim Ortstermin in Lückenrieth keinen Verstoß gegen eine passende Haltung von "Aki" festgestellt. Der habe sogar überdurchschnittlich viel Platz. Statt der gesetzlich geforderten 8 Quadratmeter standen dem Rüden über 90 Quadratmeter zur Verfügung. Der Auslauf ist großteils überdacht. Die Hundehütte innerhalb der Scheune ist ausreichend wärmegedämmt. Der Umgang mit Betreuern erschien den Experten ausreichend. Die Halter berichteten von regelmäßigen Spaziergängen, früher ging "Aki" auch mit auf die Jagd, jetzt sei er dafür aber zu alt. Wäre "Aki" nicht ausreichend spazierengeführt worden, hätte der Auslauf Spuren von häufigem Kot- und Harnabsatz zeigen müssen. Dies war nicht der Fall. Die Aussage der Halter sei daher glaubwürdig. Es gab auch keine Spuren, die darauf hingewiesen hätten, dass der Hund versucht habe, auszubrechen.

Das alles deutet darauf hin, dass es "Aki" nicht gut geht, wenn ihm seine vertraute Umgebung fehlt. Daher ermittelt die Polizei nun auch in Richtung Verstoß gegen den Tierschutz. Sie bittet unter Telefon 09651/92010 um Hinweise auf den Aufenthaltsort des Tieres.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.