Karl Liegl sucht Internet-Schnäppchen für die Gemeinde Leuchtenberg
Schnäppchen aus dem Norden

Wirtschaft
Leuchtenberg
12.02.2015
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Zweiter Bürgermeister Karl Liegl geht mit Gemeinderat Martin Reil im Internet auf Schnäppchenjagd und sie werden fündig. Liegl steigert einen Rasentraktor, genauso einen wie die Marktgemeinde braucht.

Bauunternehmer Karl Liegl sitzt am PC und schaut sich nach billigen Geräten für seine Firma um. Dabei stößt er auf einen Rasentraktor. In dem Augenblick kommt Kfz-Meister Reil ins Büro. Beim Blick auf den Monitor sagt er: "Genau einen solchen braucht die Marktgemeinde."

Leuchtenberg hat tatsächlich vor, einen Aufsitzmäher zu kaufen. Aber die Versteigerungszeit läuft aus, bevor der Gemeinderat darüber entscheiden kann. Liegl schlägt daher selber für 10 000 Euro zu. Das Gefährt steht in Langenhagen (Niedersachsen) und Reil wird es mit einem Hänger abholen. Soweit die Vorgeschichte, die der zweite Bürgermeister schmunzelnd in der Sitzung erzählte.

Das Gerät habe nur 600 Betriebsstunden auf dem Buckel und koste neu 40 000 Euro. Wenn die Kommune ihn haben wolle, könne sie ihn übernehmen, ansonsten werde er ihn in der Firma verwenden, sagte Liegl. Das Gremium war sich einig, den Rasentraktor zu besichtigen und wohl auch zu übernehmen.

Alles auf einmal kaufen

Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2013 ist beendet. In der Sitzung trug Bernhard Kammerer, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, das Ergebnis vor. Es waren nur kleine Anmerkungen. Unter anderem empfiehlt der Ausschuss, dass der Bauhof Sammel-Einkäufe für die Saison machen solle statt wegen einer Spule Mähfaden extra nach Weiden zu fahren. Die Jahresrechnung wurde festgestellt und die Entlastung erfolgte einstimmig.

Der Hebesatz für die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Grundstücke) wird von 350 auf 360 angehoben. Bürgermeister Anton Kappl erläuterte, dass bei der Zuweisung der letzten 100 000 Euro Stabilisierungshilfe die Regierung bemängelte, dass die Gemeinde bei dem Hebesatz unter dem Durchschnitt in Bayern liege. Man könne zwar angesichts von 600 Euro mehr im Jahr nicht von einer Rieseneinnahme sprechen, aber die Regierung wolle ein Zeichen sehen. "Wenn wir das nicht machen, brauchen wir gar nicht weitere Gelder einreichen", erklärte Kappl.

Die Feuerwehr Lerauer will ein neues Einsatzfahrzeug. Der Gemeinderat unterstützt dies. Voraussetzung sei aber, dass es machbar ist, zeitnah Mittel in den Haushalt einzustellen. Die Abwasseranlage in Kleinpoppenhof wurde vor 20 Jahren gebaut. Ende des Jahres läuft nun die wasserrechtliche Erlaubnis dafür aus. "Wir müssen entscheiden, wie wir mit der Anlage, die enorme Gebühren für die Anschließer verursacht, weiter machen", informierte der Rathauschef. Wenn der Schnee weg sei, werde der Gemeinderat die Anlage besichtigen.

Elektrik für Glockenhaus

Laut Kappl ist das Glockenhaus in Bernrieth reparaturbedürftig. Die Elektrik koste 2300 Euro. Für die Holzkonstruktion müsste die Dorfgemeinschaft Eigenleistungen bringen, "wie es in anderen Orten auch der Fall war". Vorbehaltlich einer Eigeninitiative der Bernriether stimmten die Markträte der Erneuerung der elektrischen Anlage zu. Ebenso genehmigten sie die Schnittmaßnahmen in Kleßberg an der Lindenzeile und Dorflinde, die wegen der Verkehrssicherungspflicht nötig sind. Für die Erschließung des Baugebiets "Am Pfarrhäusl" schließt der Markt mit dem Büro Zwick-Ingenieure in Weiden einen Ingenieurvertrag ab.

Das Gremium genehmigt die beiden Bauanträgen auf Neubau eines Einfamilienhauses von Susanne Guse in Wittschau und von Ulf und Sylvia Wende in Leuchtenberg. Zudem stimmte es der Bauvoranfrage von Alfons Schmeidl in Preppach auf Neubau eines Einfamilienhauses zu.
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