40 Minuten Einwände

Lokales
Luhe-Wildenau
29.01.2015
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Seitens der Bürger gibt es keine Bedenken gegen die Bebauungspläne "Eschlingweiher III" und "Obere Tratt". Dafür hatten Behörden umso mehr Anregungen. Der Gemeinderat bearbeitete elf davon.

Geschäftsleiter Alfred Gilch brauchte allein für das Verlesen der Stellungnahmen zu "Eschlingweiher III" fast 40 Minuten. Je nach Fachbereich machten die Behörden auf die Einhaltung der Baumfallgrenze, den Ausschluss von Ansprüchen wegen Lärmbelästigungen durch die A 93 oder auf einen Grundstücksbedarf bei möglicher Errichtung einer Trafo-Station aufmerksam. Letztere müsse aber bei dem Gewerbebetrieb errichtet werden, dessen Zweck sie diene.

Der Bund Naturschutz übte pauschale Kritik an der Größe von Baugrundstücken. Die meisten Anregungen brachten die Baujuristen am Landratsamt vor. Zu den einzelnen Punkten hatte der Geschäftsleiter die Antworten vorbereitet, die die Fraktionen einstimmig absegneten.

Die CSU Oberwildenau hatte sich ursprünglich für die Aufstellung einer Werbetafel für das Baugebiet "Eschlingweiher III" stark gemacht. Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer stellte die Notwendigkeit der Tafel mit der Größe von 3,20 mal 2,30 Meter in Frage, weil bereits eine örtliche Bank für den Grunderwerb und die Baumöglichkeiten Reklame mache.

Sebastian Hartl (CSU) sah den Markt dennoch in der Pflicht, die Grundstücke im "Eschlingweiher III" sichtbar anzubieten. Allerdings reiche nach Meinung Hartls ein Banner aus, das an einem noch aufzustellenden Bauzaun befestigt werden soll. "Bauplätze zu verkaufen", soll in dicken Lettern zu lesen sein. Darunter steht die Telefonnummer des Marktes Luhe-Wildenau. Weil das nur rund 100 Euro kostet, stimmten alle dafür.

Abschied von Autohof

Die dritte Änderung des Bebauungsplans "Obere Tratt" betrifft die Fläche des neuen Netto-Marktes. Der Bund Naturschutz monierte erneut den großzügigen Flächenverbrauch. Das Bauamt im Landratsamt befasste sich wieder ausführlich mit der rechtlichen Situation. Der Marktrat stimmte auch hier den Stellungnahmen von Geschäftsleiter Gilch zu.

Mit der Änderung am Bauabschnitt zwei der "Oberen Tratt" wird die ursprünglich für einen Autohof mit Tankstelle gedachte Fläche als künftiges Industriegelände bereitgestellt. Noch im Februar 2014 hatte zweiter Bürgermeister Gerhard Kres in der Jahreshauptversammlung der CSU Oberwildenau den möglichen Bau einer Tankstelle mit Autowaschanlage angekündigt. Auch diese Änderung ging glatt über die Bühne. Grünes Licht gab es ferner für einen Anbau an ein Wohnhaus in der Wiesenstraße 2 in Oberwildenau.

Der Nachwuchsleiter des SC Luhe-Wildenau hatte für die C-Jugend der Fußballer eine Meisterschaftsprämie beantragt. Das Team hat in der Gruppe Q 1 den Titel errungen. Dies sei keine "direkte" Meisterschaft und könne eventuell als "Herbstmeisterschaft" bezeichnet werden, erklärte Bürgermeister Preißer. Er ergänzte, dass bei der Meisterschaft einer U-18-Mannschaft eine Prämie von 100 Euro gezahlt worden sei.

Prämie unter Vorbehalt

"Müssen wir dann nochmals was geben, wenn sie aufsteigen?", fragte Sigrid Ziegler, nachdem das Gemeindeoberhaupt vorher noch erklärt hatte, der Meister dieser Klasse würde erst noch in einer weiteren Runde ermittelt. Bastian Braun sprach von einem "Zwischenmeister" und vermutete auch, dass "noch was komme". Gerhard Kres unterstrich, dass das Team "Meister in seiner Gruppe" geworden sei. Schließlich einigten sich die Parteien t auf 100 Euro, die bei einer weiteren Meisterschaft angerechnet werden.

Keine Probleme bereitete die Widmung eines Weges in Unterwildenau, um die Zufahrt zu einem Grundstück rechtlich abzusichern. Der Weg erhält den Namen "Uferweg" und die rechtliche Bezeichnung "öffentlicher Feld- und Waldweg". Damit liegt die Straßenbaulast bei den Anliegern.
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