Bürgerversammlung beschließt Änderung der Wassersatzung
"Neu heißt nicht teurer"

Lokales
Luhe-Wildenau
08.12.2015
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Verwaltungsamtsrat Alfred Gilch stellte die gesplitterte Abwassergebühr in der Bürgerversammlung vor (wir berichteten). Neu heiße dabei nicht automatisch teurer, betonte Gilch. Für die meisten Hausbesitzer werde sich durch die veränderte Abwassergebühr nicht viel ändern, "es wird nur anders verteilt". Mit der Einführung der gesplitterten Abwassergebühr wolle man eine bessere Gebührengerechtigkeit schaffen.

Wenn der Anteil der Entwässerung mehr als 12 Prozent auf die Oberflächenentwässerung betrage, seien die Kommunen verpflichtet, eine getrennte Abrechnung zu machen. 2014 erreichte Luhe-Wildenau 14 Prozent. Eine Fachfirma wurde mit der Berechnung und der Umsetzung beauftragt. Die Abwassergebühr sei bisher rein nach dem Wasserverbrauch berechnet worden. Die Marktgemeinde entschied sich für die "Gebietsweise Betrachtung" - diese sei durch die Rechtsprechung abgesichert. Hierzu wurden für alle Grundstücke sowohl die Dachflächen, als auch die versiegelten Flächen ermittelt. Der künftige Abwasserpreis setzt sich zum einen aus dem Wasserverbrauch (1,99 Euro pro Kubikmeter) und der Gebühr für das Niederschlagswasser (0,08 Cent pro Quadratmeter und Jahr) zusammen.

1,72 Euro pro Kubikmeter

Sollten Grundstücksbesitzer Niederschlagswasser auffangen oder versickern lassen, können sie sich bei der Marktgemeinde melden. Dadurch werde der Betrag speziell berechnet, betonte Gilch. Der Marktgemeinderat segnete die Abwassersatzung ab. Im Zuge dessen wurde auch die Wassersatzung nach der Globalberechnung geändert. Der Wasserpreis beträgt einheitlich 1,72 Euro pro Kubikmeter. Die Bürger werden demnächst mit einem Infoschreiben über die Änderungen informiert.
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