Keine Steinkörbe als Sichtschutz

Lokales
Luhe-Wildenau
30.07.2015
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Mit 9:7 lehnte es der Marktrat ab, einen Grundstücksstreifen für das neugebaute Mehrfamilienhaus an der Michael-Höhbauer-Straße, genannt "Weißes Haus", für eine Einfriedung mit Gabionen zu überlassen. Damit stimmte er gegen den Bürgermeister.

Rathauschef Dr. Karl-Heinz Preißer hatte mit Engelszungen versucht, eine positive Entscheidung zum Antrag herbeizuführen. Doch die Sorge der Markträte, damit einen Präzedenzfall zu schaffen, war größer.

Der Wunsch der Antragsteller war, entlang der Grenze zur Michael-Höhbauer-Straße eine Gabionenmauer mit Steinkörben als Sichtschutz und Grundstücksabgrenzung zu errichten. Zufahrt und Anbindung erfolgen über den Schlehenweg. Nach Meinung der Antragsteller, der sich Preißer anschloss, wäre beim Bau der Trennwand das eigene Grundstück kleiner geworden. 26 Zentimeter rechnete Hans Meißner ganz schnell aus. Er befand, dass dies den Eigentümern zumutbar sei.

Geld für Aufsteigerinnen

Sigrid Ziegler befürchtete den Präzedenzfall. Die Mehrheit sah das so und lehnte ab. Selbst unter dem Aspekt, dass für die Mauer nur eine Duldung ausgesprochen wird und der Eigentümer gleichzeitig zur umgehenden Beseitigung verpflichtet wird, sollten Interessen des Marktes Luhe-Wildenau erwachsen.

Die Damenfußballmannschaft des TSV Neudorf erhält zum Wiederaufstieg in die Landesliga erneut eine Aufstiegsprämie von 500 Euro. Diesen Betrag hatten die Damen bereits beim Aufstieg 2013 erhalten.

Der Markt Luhe-Wildenau wird sich an einer Sammelbestellung des Landkreises für E-Bike-Ladestationen beteiligen. Sollten ortsansässige Firmen bereit sein, Strom kostenlos zu überlassen, wird eine dritte Ladestation für je vier Fahrräder gekauft.

Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das baurechtliche Einvernehmen zum Bauantrag für die Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses auf dem Grundstück Flurnummer 2269/19 Gemarkung Oberwildenau im Eckgrundstück Michael-Höhbauer-Straße, Holunderweg und Schlehenweg. Der bereits einmal positiv beurteilte Bauantrag sieht jetzt anstelle der Garagen eine Tiefgarage vor.

Keine Einwände gab es zum Antrag auf einen Anbau im Asternweg in Oberwildenau und zu einem Vorhaben an der Ecke Schlehenstraße/Fichtenstraße. Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer gab bekannt, dass der Trassenbetreiber Tennet die Einwendungen des Marktes zum Abstand der Leitungen in Unterwildenau berücksichtigt.

Gutachten zur Prüfung

Roland Rauch fragte nach dem Stand des Lärmschutzgutachtens im Baugebiet "Eschlingweiher". Preißer erklärte, dass das 140-seitige Gutachten dem Ingenieurbüro zur Prüfung weitergeben wurde. Hauptpunkt der Beanstandung des Gutachtens sei gewesen, dass innerhalb des Baugebietes in Richtung Firma Höhbauer ein Mischgebiet ausgewiesen war. Dies müsse in ein "Allgemeines Wohngebiet" geändert werden.

Meißner bat, nach dem Gewerbegebiet "Obere Tratt" auch die Gewerbegebiete in Oberwildenau an das schnelle Internet anzubinden.
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