Krieg hält auch in Europa wieder Einzug
Schreckliche Zeit

Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer erinnerte am Volkstrauertag sowohl in Luhe als auch in Oberwildenau auch an die Toten der deutsch-deutschen Teilung. Bild: bey
Lokales
Luhe-Wildenau
18.11.2014
0
0
Die vielfältige Symbolik des Volkstrauertages stellte Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer in den Mittelpunkt seiner Ansprachen bei den Gedenkfeiern in Luhe und Oberwildenau. Das Marktoberhaupt sprach den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und den Fall der Berliner Mauer vor einem Vierteljahrhundert an.

Die Trauer des Tages gelte den Millionen Opfern beider Weltkriege, den Menschen, die durch Vertreibung und Verfolgung ihr Leben verloren haben, aber auch den Widerstandsopfern. Im wiedervereinigten Deutschland müsse der Gedanke des Volkstrauertages auch Mahnung an die Toten der deutsch-deutschen Trennung sein, sagte Preißer.

Bei der Feier vor St. Martin in Luhe erinnerte der Rathauschef daran, dass nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu in jedem Haus des Ortes Tote, Vermisste oder schwer Verwundete zu beklagen waren. "Die Menschen mussten im wahrsten Sinn des Wortes zusammenrücken, um Platz für Vertriebene aus den deutschen Gebieten im Osten zu schaffen oder andere Fremde aufzunehmen." Der Volkstrauertag habe seinen Platz, um gemeinsam die Erinnerungen an diese schreckliche Zeit wach zu halten.

Mit Blick auf die Wiedervereinigung und den Fall der Mauer wiederholte Preißer die Forderung: "nie mehr kriegerische Auseinandersetzungen in Europa." Längst seien diese Worte mit dem Krieg in der Ost-Ukraine in Vergessenheit geraten. Deshalb solle der Volkstrauertag auch Mahnung zum Frieden, zur Versöhnung und Völkerverständigung in Europa sein.

Mit den Vertretern der Vereine aus Luhe legte das Marktoberhaupt einen Kranz nieder. Später sprach er bei der Gedenkfeier in Oberwildenau und legte auch dort mit Vertretern der Reservistenkameradschaft einen Kranz nieder.

Die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, der Kirchenchor und die Blaskapelle Oberwildenau mit ihren Beiträgen, dem Lied "Ich hatt' einen Kameraden" und der Nationalhymne gaben der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen. Pfarrer Arnold Pirner gedachte ebenfalls der Toten und segnete das Kriegerdenkmal.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.