Luhe-Wildenau hat Boden unter den Füßen

Lokales
Luhe-Wildenau
09.07.2015
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Ende gut, alles gut? Wenn das Gefühl nicht trügt, wird der SC Luhe-Wildenau am letzten Juli-Wochenende an der Startlinie der Fußball-Bezirksliga Nord stehen. Das am Mittwoch angesetzte Training war der finale Rettungsversuch: Wenn sich nicht genügend Spieler eingefunden hätten, wäre der letzte Funken Hoffnung erloschen, das sportliche Aus des Traditionsvereins endgültig besiegelt gewesen.

"15 oder 16 Spieler müssen wir schon haben. Sonst brauchen wir eigentlich nicht in die Saison gehen", hatte Coach Roland Rittner noch wenige Minuten vor Trainingsbeginn um 19 Uhr gemutmaßt. Dann die erste Erleichterung: Immerhin 14 Fußballer standen auf dem Platz, als der kommissarische Abteilungsleiter Siegfried Goschler und Rittner die Begrüßung vornahmen. "Ich hoffe sehr, dass ihr uns eure Zusage gebt und mithelft, dass der SC Luhe-Wildenau nicht den Bach hinuntergeht", appellierte Rittner an die Akteure.

Es war ein buntes Sammelsurium an Spielern, das sich auf dem Oberwildenauer Sportgelände eingefunden hatte. U19-Akteure aus der SC-Jugend kickten ebenso gegen den Ball wie "Ü40-Akteur" Thomas Herrmann, dazu kamen potenzielle Neuzugänge aus Raigering, Grafenwöhr, Weiden und Tschechien. Mitten im Pulk auch Florian Schrepel. Der Trainer des Mitte-Landesligisten FC Tegernheim war den Verantwortlichen in den letzten Tagen nicht nur moralisch zu Hilfe geeilt. Schrepels Versprechen steht: Sollte die Rettung gelingen, wird der Ex-Bayernligaspieler der SpVgg Weiden so oft es geht im SC-Trikot auflaufen. "So ein Verein wie Luhe-Wildenau darf nicht einfach von der Bildfläche verschwinden", lautet seine klare Ansage.

Das finden scheinbar auch die Fußballfans. Rund 40 Zaungäste verfolgten interessiert den Aufgalopp, was Goschler zufrieden registrierte: "Wir sind nicht tot. Das Interesse ist da." Noch zufriedener wurde Goschlers Miene, als er auf seine Spielerliste schaute. " Wenn ein Kern steht, haben fünf, sechs weitere Spieler versprochen, dass sie kommen", erzählte Goschler. Zudem gebe es ein halbes Dutzend zusätzlicher Akteure, vor allem ehemalige SC-Leistungsträger wie Jürgen Ebenschwanger, Matthias Rothballer oder auch Thomas Herrmann, die in die Bresche springen wollen. "Wenn alles klappt, haben wir 22 oder 23 Spieler", freute sich Goschler. Die Bezirksligasaison 2015/16 wird demnach wohl mit dem SC Luhe-Wildenau stattfinden.
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