Markt und Wasserwirtschaftsamt erarbeiten Hochwasser-Risikomanagement-Plan
Unterwildenau droht Überschwemmung

Peter Fröhlich (rechts) erläutert im Rathaus Oberwildenau die Hochwasserrisikomanagement-Planung. Bild: bey
Lokales
Luhe-Wildenau
04.11.2014
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Der Markt muss vor allem in den Ortsteilen Luhe, Ober- und Unterwildenau sowie Sperlhammer zunehmend mit größerem Hochwasser rechnen. Für Schutzmaßnahmen ist auf der untersten Ebene der Markt verantwortlich.

Ein "Rundum-Schutz" gegen Hochwasser ist nicht möglich. Aber die Kommune ist bemüht, einen Hochwasser-Risikomanagement-Plan zu erstellen. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden hat dazu in einem Gespräch im Rathaus Oberwildenau unter Beteiligung der Feuerwehren aus Oberwildenau und Luhe, der Verwaltung im Rathaus und Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer die Grundlagen erarbeitet.

Die Expertenrunde der Weidener Behörde mit Peter Fröhlich, Alois Fischer und Alfred Schöberl hatte digitale Landkarten mit der Darstellung vergangener Überflutungen mitgebracht. Die Gesprächsteilnehmer aus dem Markt trugen Hinweise auf Bauwerke, Brücken, Wasserver- oder -entsorgungsanlagen in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten bei, die bei Flut eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen.

Die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes informierten über die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes und des Bayerischen Wassergesetzes in Verbindung mit einer EU-Richtlinie. Sie bildet den rechtlichen Rahmen für das Hochwassermanagement.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Erfahrungen der Einsatzleiter der Wehren, aber auch die Erkenntnisse der Kommunen für den Plan unabdinglich sind. Schwerpunkte und Schwachstellen bei Hochwasser zu erkennen, sei deshalb der Grundgedanke des Meinungsaustausches gewesen, sagte Alfred Gilch im anschließenden Gespräch. "Das ist erforderlich, um die Bevölkerung im Rahmen einer Soforthilfe warnen zu können", ergänzte der Geschäftsleiter.

Das Gespräch mit den Experten des Wasserwirtschaftsamtes habe aber gezeigt, dass für die an der Wald- und Haidenaab liegenden Ortsteile keine großen Risiken bei Hochwasser bestehen. Es sei aber klar, dass Unterwildenau bei einem 100-jährigen Hochwasser überschwemmt werde. Vor dem Bau der Autobahn sei dies regelmäßig geschehen, erinnerte Gilch. Er nannte es beruhigend, dass aller Voraussicht nach kein Kindergarten und keine Schule von einem Hochwasser betroffen würden.
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