Schulzeit von Twist bis Rap

Gertraud Dietl und Margit Walter führten durch die schulische Zeitreise. Bilder: mue (2)
Lokales
Luhe-Wildenau
19.11.2014
36
0

Mit einer Zeitreise begeisterten die Schüler die vielen Besucher beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Bildungsstätte auf dem Koppelberg. Eltern, Angehörige und Ehrengäste staunten über die professionellen Aufführungen in der überfüllten Mehrzweckhalle.

Zur Überraschung begann alles mit der "Generalprobe fürs Jubiläum", das die vierte Klasse aufführte. Der Dirigent verlangte für ein Musikstück immer mehr Power, denn die Schule habe Geburtstag und es kämen viele wichtige Leute.

"Wir wollen heute feiern mit allen, die mit dieser Schule zu tun haben", begrüßte Schulleiterin Margit Walter besonders die vielen Ehrengäste. "50 geht noch, 60 wären aber schon alt", zitierte sie aus einer Umfrage unter ihren Schützlingen. Mit Stellvertreterin Gertraud Dietl führte Walter durch die Geschichte des Hauses. Zur zeitlichen Einordnung zeigten die Klassen Aufführungen.

"Let's Twist again" führte die Klasse 3/4 auf, als es um die Anregung für ein neues Schulhaus des damaligen Hauptlehrers Alois Bocka in den 50er Jahren ging. 1963 zum Richtfest war das Lied "Rote Lippen soll man küssen" ein Hit. Die AG Instrumental trug es mit einem speziellen Text vor.

Walter und Dietl ließen dann den Tag der Einweihung am 22. November 1964 Revue passieren. "Möge im neuen Schulhaus der Geist der Freude und des Vertrauens herrschen und ernste Arbeit geleistet werden, gemischt mit Strenge und Güte", zitierten sie den damaligen Schulrat Franz Maier. 1969 verließ Dolorosa Binder, die letzte Klosterschwester, die Schule. Aus der Katholischen Bekenntnisschule entstand die Volksschule Luhe. Die zweite Klasse spielte die Mondlandung nach und es erklang "Der Mann im Mond, der hat es schwer."

In den 70er Jahren wurde die Turnhalle gebaut. Die Drittklässer traten als ausgeflippte Hippies auf die Bühne und hatten ein altes Radio, einen VW-Bus, ein altes Dreirad und Pausenbrot in Butterbrotpapier dabei. Ende der 70er entstand das Lied der Schlümpfe, das die Flexible Eingangsklasse passend verkleidet darbot.

Nach Bockas Ausscheiden übernahm 1974 Gottfried Hirschmann die Leitung. Er betrieb die Erweiterung für alle Kinder der Einheitsgemeinde Luhe-Wildenau. 1986 wurde Josef Eimer Rektor und die Schule 1988 nochmals um zwei Klassenzimmer erweitert. Ihm folgt 2007 Harald Stöckl und 2010 Margit Walter.

In jüngster Zeit wurden die Räume mit der Lernwerkstatt Mathematik, der Schreibwerkstatt, dem Werk-und Experimentierraum und dem Klassenzimmer im Freien angepasst. Immer mehr Zuspruch erfährt die AG Tschechisch, die unter der Leitung von Isolde Gewargis "Na ty louce zeleny" ("Auf der grünen Wiese") sang.

Schulrätin Christine Söllner bezeichnete die Schule als Schatzkästchen und Kleinod. "Sie zeichnet sich aus durch professionelles und kompetentes Lernen ohne blinden Aktionismus." Stolz auf eine "schöne und lebendige Schule" ist Bürgermeister Dr. Karl Heinz Preißer. Er dankte allen Sponsoren und Helfern, die durch eine beispiellose Gemeinschaftsarbeit das Klassenzimmer im Freien ermöglicht hätten. Sein Dank galt Lehrern und Rektoren, die sich, wie vor allem Josef Eimer, auch der Heimatgeschichte annehmen.

Für den Elternbeirat verwies Günther Weiß auf die ausgesprochen gute Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium. Mit dem "Luhe-Rap" der ersten Klasse endete der Festakt.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.