Seit zehn Jahren verschenken Vogelschützer Obstbäume an Neugeborene
Kindsgroßes Pflanzloch

Lokales
Luhe-Wildenau
24.01.2015
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Einen Apfel- und einen Zwetschgenbaum hat Daniel Müller mit den Töchtern Marie und Juliane im Garten eingepflanzt. Die Hochstämme kommen von einer Aktion des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), der mehr Bäume in die oft aufgeräumten Siedlungsgebiete bringen will. "Wer selbst keinen Garten hat, kann für seine Kinder auf öffentlichem Grund einen solchen Obstbaum pflanzen", sagt Susanne Schwab, die das Projekt in Luhe seit 2005 Jahren betreut.

"So ein Hochstamm hat einen großen ökologischen Wert, vor allem, wenn er alt wird." Da es sogenannte Lebens- oder Geburtsbäume sind, hoffen die Initiatoren, dass sie dies werden dürfen und nicht vorschnell der Säge zum Opfer fallen. Eine Besonderheit ist ein Baum, den eine Familie für drei adoptierte Geschwisterkinder ebenfalls von den Vogelschützen geschenkt bekommen hat.

Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, unterstützt der LBV den alten Brauch, für Neugeborene einen Baum in die Erde zu setzen. In Luhe wachsen mittlerweile 31 Gehölze aus dieser Aktion. Unter einem liegt ein Stück Nabelschnur. Interessenten setzen sich unter Telefon 09607/395 mit Schwab in Verbindung. Die Sorte darf jeder frei wählen. Damit die Bäume gut anwachsen, bekommen die jungen Familien eine Pflanzanweisung auch mit Tipps zum Schutz der Wurzeln vor Wühlmäusen,

Marie und Juliane freuen sich ebenso wie Mama Johanna auf die ersten reifen Früchte im Herbst, verrät Papa Daniel. "Wir lieben alle Apfelkompott."
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