Lebengefährliche Kreisstraße
Glaubenwieser Straße: Für Kinder eine Katastrophe

Politik
Luhe-Wildenau
01.10.2016
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Einig sind sich auch die Anwohner nicht. Fest steht nur, dass der Landkreis 2018 Mittel zur Planung des Ausbaus der Kreisstraße NEW 17 bereitstellt, für den Bau fließt 2019 Geld. Offen ist, ob Luhe-Wildenau auf den Planungszug aufspringt und den vieldiskutierten Gehweg entlang der Glaubenwieser Straße gleich miterrichtet.

Über das Für und Wider diskutierten Anwohner und CSU bei einem Ortstermin. Außerhalb der Ortschaft wurde die Kreisstraße schon vor Jahren erweitert. Innerorts nutzen Anwohner die Glaubenwieser Straße als Fußweg in den Ortskern.

Gefährlicher Schulweg


Kinder und Jugendliche marschieren zur Grundschule oder zur Bushaltestelle. Gleichzeitig ist die abschüssige Straße eine Umleitungsstrecke zwischen den Autobahnen A 93 und A 6.

"Das ist echt gefährlich, wenn ich mit meinen Kindern und dem Kinderwagen unterwegs bin", sagte Gisela Schulze. "Das ist schon für einen Erwachsenen gefährlich. Für Kinder ist es eine Katastrophe", meinte Annemarie Schulze. "Später gehen wir auch mal mit einem Rollator", gab ein weiterer Teilnehmer zu bedenken.

Angst vor hohen Beiträgen


"Die reden sich leicht. Die müssen das nicht bezahlen", war aus den Reihen der unmittelbaren Anlieger zu hören. Sie befürchten, dass hohe Erschließungskostenbeiträge auf sie zukommen. Und das sei ohnehin "die größte Ungerechtigkeit im bayerischen Recht", wetterten sie.

"Bisher ist von den Anliegern noch nichts für diese Straße bezahlt worden", betonte Tobias Kick. Die Anlieger der Seitenstraße wären in der Vergangenheit alle zur Kasse gebeten worden. "Es bringt nichts, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben", sagte CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger, der auf Einladung des Ortsverbandes Rede und Antwort stand.

"Das ein Bedarf für einen Gehsteig da ist, das ist unstrittig und die Bürger müssten nach normalen Satzungsrecht beteiligt werden, wobei die Umsetzung Sache der Gemeinde ist", stellte Oetzinger fest. Als ersten Schritt müsse die Gemeinde ein klares Signal geben, dass sie einen Gehsteig möchte. Dann könnten Planungen für eine gemeinsame Maßnahme aufgenommen und erst dann genauere Kostenkalkulationen angestellt werden.

"Wir wollen grundsätzlich eine gemeinsame Maßnahme und gemeinsam planen", versicherte der Fraktionsvorsitzende der Christsozialen. "Die Gemeinde ist dazu da, um Fördertöpfe abzuklopfen", sagte zweiter Bürgermeister Gerhard Kres.

Gehsteig eine Aufwertung


CSU-Ortsvorsitzender Norbert Wildenauer erinnerte an die Bedeutung der Straße als Fußweg zur Nikolauskirche auf dem Koppelberg. Die ganze Gemeinde würde durch den Bürgersteig eine Aufwertung erfahren. Er betonte, dass sich die CSU-Marktratsfraktion für die gemeinsame Planung mit dem Kreis ausspreche und einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat stellen werde.

Das ist echt gefährlich, wenn ich mit meinen Kindern und dem Kinderwagen unterwegs bin.Gisela Schulze
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