Bebauungsplan „Eschlingweiher III“
Zank wegen fünf Meter

Wahrscheinlich zum letzten Mal muss der Bebauungsplan für das Baugebiet "Eschlingsweiher III" ausgelegt werden. Zum Schutz umfallender Bäume aus dem Wald (im Hintergrund) wird die Ausweisung einer Baumfallgrenze von 30 Metern gefordert, die der Marktgemeinderat aber auf 25 Meter reduziert haben will. Bild: bey
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Luhe-Wildenau
21.04.2016
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Zum letzten Mal werden die Pläne und Unterlagen für die Aufstellung des Bebauungsplans "Eschlingweiher III" ausgelegt und die Behörden beteiligt. Besonders mit einem Punkt war der Marktgemeinderat nicht einverstanden.

Einstimmig erhob der Marktgemeinderat die von Geschäftsleiter Alfred Gilch ausgearbeiteten Stellungnahmen zu den Einwendungen und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum Beschluss. Nicht akzeptiert hat der Marktgemeinderat die Baumfallgrenze bei den beiden westlich gelegenen Grundstücken auf 30 Meter zu verlängern. "Beim Baugebiet "Eschlingweiher I" waren 25 Meter auch ausreichend", sagte Gilch.

Wohnen und Gewerbe


Eine Ausdehnung der Baumfallgrenze würde dazu führen, dass die Baugrenze bei diesen Grundstücken bis an deren Grundstücksgrenze hereinreicht und den Bau der Verbindungsstraße zum Baugebiet "Eschlingweiher I" erschweren würde. Hingegen muss das Regenrückhaltebecken auf dem Areal der Firma Höhbauer sofort gebaut werden. Ausgewiesen ist das Baugebiet "Eschlingsweiher III" in seinem nördlichen Bereich als "Mischgebiet Wohnen", im südlichen Teil als "Mischgebiet Gewerbe". "Der Markt ist dankbar, dass die Firma Höhbauer diese Regelung akzeptiert", sagte Gilch. Die Verwaltung und der Marktgemeinderat hoffen nun auf das Verständnis der Behörden.

Bei der Abrechnung der Betriebskosten der Kindergärten Luhe und Oberwildenau ergaben sich für 2015 geringere Ausgaben. Damit verbunden ist die Senkung des Betriebskostendefizits. Das führt unter Zugrundelegung der Vorauszahlungen des Marktes beim Kindergarten Luhe zu einer Rückzahlung von 9129 Euro, beim Kinderhaus Oberwildenau von 34 929 Euro.

Mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium die Aufstellung von drei Brennstellen in der Straßenbeleuchtung in der Grünauer Straße und am Heideweg in Luhe am Forst. Die Kosten dafür betragen 8466 Euro. Laut Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer wäre die Umlegung auf die Anwohner gegenwärtig schwierig. Es solle ein Ausbau der Straße abgewartet werden. Damit war Marktrat Hans Meißner nicht zufrieden, er lehnte diese "Hinauszögerung bis zum Nimmerleinstag" ab. "Eine Vorauszahlung ist auch problematisch, weil dann ein Straßenausbau innerhalb von sechs Monaten beginnen muss", ergänzte Gilch.

Kein Neudorfer Hotspot


Preißer informierte über die positive Stellungnahme des Landratsamtes zum Haushaltsplan. Der Freistaat übernimmt bei den Kommunen die Kosten für die Einrichtung von zwei Wlan-Hotspots. Die laufenden Gebühren müssen die Kommunen durch einen vom Freistaat abgeschlossenen Rahmenvertrag bezahlen. Die Grundgebühren belaufen sich auf mindestens 31 Euro. Der Bürgermeister regte die Installation eines Hotspots am Naabtalhaus und am Alten Rathaus in Luhe an. Marktrat Sebastian Hartl sprach sich für einen weiteren Hotspot am Vereinszentrum Neudorf aus, weil dort einige Veranstaltungen stattfinden. Preißer lehnte dieses Ansinnen ab, weil der Markt den Neudorfer Vereinen einen kostenlosen Telefonanschluss zur Verfügung stellt. Markträtin Sigrid Ziegler sah ebenfalls keinen Sinn, in Neudorf für die Vereine einen Hotspot einzurichten. Marktrat Hans Anzer empfahl "das mitzunehmen, was der Freistaat bezahlt" und von weiteren Standorten abzusehen. Einstimmig beschloss der Rat, das Angebot des Freistaates in Anspruch zu nehmen, aber auch die Kosten für einen dritten Hotspot zu ermitteln.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres beantragte Lärmmessungen an der Bahnlinie Hof-Regensburg, um nach dem Ausbau der Strecke Vergleichswerte zu haben. Die Verwaltung wird ermitteln, welche Ingenieurbüros dafür geeignet sind und welche Kosten für ein Lärmschutzgutachten entstünden. In diesem Zusammenhang machte Preißer deutlich, dass bereits vor 30 Jahren der Wunsch nach einer Elektrifizierung der Strecke geäußert wurde. Einstimmig billigte das Gremium eine Resolution, in der deutlich zum Ausdruck kommt, dass Nachteile für die Bürger beim Ausbau der Eisenbahnstrecke zu vermeiden sind.

Geldregen für VereineEinstimmig billigte der Marktgemeinderat die von den Vereinen beantragten Zuschüsse. So erhält der Elternbeirat des Kinderhauses St. Michael für einen Ausflug zu Playmobil 200 Euro. Die Meistermannschaften bei den Keglern erhalten jeweils 200 Euro, im Bereich Jugend jeweils 100 Euro, für den Sonnenzug gibt es 100 Euro. Erstmals veranstalten die Feuerwehren einen Florianstag. Dafür übernimmt der Markt die Kosten für die Blasmusik bis zu 350 Euro. (bey)
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